Archiv für Juni 2010

Die fanzine-index.de-Fragestunde, Juni 2010

(Das gesamte Interview ist hier nachzulesen: Fanzine-Index

Mika gibt seit Mitte der 90er Fanzines heraus. Seine aktuelle Veröffentlichung heißt „Alleiner Threat“ und wirft, wie Mika auf dem Cover proklamiert, „einen kritischen Blick auf Punk/Hardcore, urbanes Leben, Literatur und den anderen Scheiß“.

(Alle Rechte an diesem Interview liegen bei Andreas Dölling [AD] und Mika Reckinnen [MR])
AD: Mika, du bist schon seit sehr langer Zeit als Fanzine-Macher und Autor aktiv, sozusagen ein Gewohnheitstäter. Dabei verfolgst Du aber einen etwas unkonventionellen Ansatz: anstatt nun ein Fanzine über Jahre hinweg aufzubauen und daran festzuhalten, hast Du schon sechs verschiedene Hefte aus der Taufe gehoben. Wie kommt’s? Ist das eine Linie, die Du bewusst verfolgst?
MR: Hallo Andreas! Es waren zwar erst fünf, aber ja, das liest sich etwas merkwürdig. Das „Strafraumpogo“ ist in der Mitte der 90er als „konventionelles“ Zine gestartet, irgendwo zwischen Fußball (SV Meppen und FC St. Pauli) und Musik (Punkrock). Das Zine hatte sich irgendwann mehr und mehr zu einem Musik-Zine gewandelt, so dass ich einige meiner Fußball-Sachen in einem eigenen Fußballzine zusammengefasst habe. Beim „Strafraumpogo“ ist dann die meiste Arbeit an mir hängen geblieben, so dass ich mich entschieden habe, gleich ein Ego-Zine zu machen. Das „Dirty Smoke“ und „Dirty Life“ sollten dabei Teile einer Trilogie werden, wo ich mich an den dritten Teil noch nicht herangetraut habe, da ich nicht weiß, ob ich da nicht zu viel und vielleicht sogar das Falsche von mir mitteile. Daher ist das „Alleiner Threat“ als neuestes Projekt geboren worden, um Kurzgeschichten und Gedanken zu einem Thema zu bündeln und zu publizieren.
Ich mache halt immer dann Fanzines, wenn ich das Gefühl habe, dass ich das als Ventil benötige. Daher häufig nur einzelne Ausgaben ohne einen größeren Zusammenhang oder einem Masterplan dahinter. In erster Linie mache ich die Hefte für einen Teil meiner Freunde und mich selbst. Es steht also kein „Marketing-Konzept“ dahinter, und ich teste auch nicht, welches Heft am besten läuft, um irgendwann ein Imperium zu errichten.

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