… schießt es mir durch den Kopf! Ich bin nicht verkatert, dennoch etwas durch. Nach dem gestrigen Tag in der Kunstausstellung „Concrete Playground“ doch spontan in der Hitze zum Diebels Alt gegriffen. Was erwartet man auch schon von einem Nachmittag, an dem man einen alten Freund trifft, der sein Alterego nach einem amnestisches Psychosyndrom benannt hat, dass Gedächtnisverlust beschreibt.
Die Ausstellung war dann geschmückt von schönen Bildern über Stencils, Sprays und andere Arten von Öffentlichkeits-Verschönerung. Ich weiß gar nicht, welche Idioten immer diese Partei wählen, die Bäume pflanzen wollen. Ich finde graue Substanz schön, weil sie mehr Raum fürs Creative gibt, als jede verschissene deutsche Eiche.
Im Anschluss dann auf der Suche nach Action und Spaß durch den Essener Innenstadt-Nord-Gürtel gejungled. Was kann also witziger sein als ein Metal-Festival zu besuchen, mit einem ordentlichen Schlag Hardcore und anderen Spielarten des Alternative Rock. Der Eintrittspreis, über 40 Euro, war dann allerdings Hinterungsgrund genug, sich an den Toren zu amüsieren. Selbst der anliegende Kiosk, Furchtbarerweise mit Blöhda Onkelz-Beschallung, lud nicht zum Verweilen ein. Dann doch lieber Pizza, drei kleinen Jungen beim Fußballspielen zu sehen und über das endemische Auftreten dieser schwarz-rot-blöd-Befahnung aufgeregt. „Gibt es für die Flagge da eigentlich auch 100 Punkte?“
Später dann doch nach Hause, beim Tatort den Untertitel angemacht (unglaublich, aber ich habe den Wiener-Tatort nciht verstanden …). Alles mit einem Bier ausklingen lassen.
Und dann der Wochenanfang. Ich kaufe mir „Black Monster“, meine neue Geliebte! Ein Fahrrad, wie eine Waffe! Noch keinen Kilometer gefahren und schon regen sich die ersten Autofahrer auf. Geil! Ich überlege ernsthaft, dem Bier die nächsten Tage zu entsagen, als mich dann vor wenigen Minuten folgende Nachricht erreicht. WHISKEY & CO. haben einen Albumstream ihres neuen Albums gepostet. Und zwar hier! Und nächsten Sonntag ist noch WM-Finale … manchmal wird es von Tag zu Tag besser!
Und ich durfte mir hinterher noch in der Lokalität des Vertrauens anhören, dass es den HartzIV-Empfängern doch gleich ein viel besseres Gefühl verschafft, dass die Landesauswahl am südlichen Ende von Afrika so fürchterlich doll spielt.