Der Pott schickt Schnaps tief in den Süden

Pascow + Bitume – Kur-Konzerte im Bei Chez Heinz, Hannover – 22.10.2010

Endlich wieder auf der Autobahn, endlich wieder Richtung Nord! Schon auf dem Weg ist die Vorfreude im Auto spürbar, erste Biere werden getrunken, „Alles muss kaputt sein!“ hoch und runter gehört. Welch ein gutes Album, welch ein gutes Album. Geschichten der letzten Wochen werden ausgetauscht, gut sich wiederzusehen. Noch schnell ein paar Leute in Hannover einpacken, Pennsachen verstauen, Ernährung sicherstellen und dann ab zum Bei Chez Heinz.
Ein netter Laden und von den netten Jungs (und Mädels) von Kur-Konzerte am Eingang gleich zum Eintritt einen Schnaps spendiert. Löblich, löblich. Innen dann viel zu früh, aber immerhin die Freundin wieder in die Arme geschlossen und am Tresen versackt, Runde um Runde. Es dauert ewig, bis Bitume die Bretter erklimmen. Die Oldenburger feiern ihr Record-Release, ähnlich wie die Saarländer heute, dennoch beide wenig offiziell. Nicht mal Anzug, immerhin keine Krawatte. Ansagentechnisch 1:0 für Gimbweiler! Viele neue Songs der Niedersachsen, die meisten zünden allerdings nur wenig. Schön sind vor allem die Songs der ersten Alben, die meiner Meinung nach wesentlich mehr Knallen und nach vorne gehen. „Wie ein Eimer voll, mit Barbiepuppenwut“ … tja, Selbstprophezeihung? Den Leuten gefällt es trotzdem und Hannover rückt auf, feiert die Band.
Im Anschluss dann Pascow. Eine Bank! Pascow - Bei Chez Heinz
Ein bunter Querschnitt durch die Schaffensphase und das mit Dampf und Schmackes. Nichts wird ausgelassen, weder „Trampen nach Norden“, noch „Raumpatrouille Lattekohlertor“ oder „Zuviel für Berlin“. Selbst „Paris fällt“ und nach Hamburg geht’s ja auch noch. Dazu die Hits des neuen Albums, „An die Maulwürfe“, „Äthiopien die Bombe“ und „Wenn Mila schläft“. Die Zeit verfliegt wie ein duesenjaeger. Schweißnass nach wenigen Songs muss ich mich wieder in Richtung „hinten“ verschieben, Luft holen! Die Band bügelt einfach weiter, großartig! Eine Kondition, wie einst Ailton … bei mir … Pascow-Jungs ehe mit „deutschen Tugenden“, die Lunge!
Am Ende dann noch die obligatorische Niederlage am Kickertisch und dafür noch mal auf dem Tanzflur ne heiße Sohle zu duesenjaeger hingelegt! Guter DJ, brav gemacht. Kur-Konzerte, very nice!
Dann ab in die Koje und am anderen Morgen Richtung Norden! Nochmal, höher, weiter!

Pascow + Love Academy + Misfired – im Störtebeker, St. Pauli – 23.10.2010
Großes Wiedersehen, mit den HamburgerInnen, dem Flensburger, dem Rothenburger und den anderen Leuten. Schön! Misfired fingen dann irgendwann an. Störtebeker schon voll. Danach Love Academy. „Wir tanzen kurz unseren Namen, dann geht’s los!“ Großartige Ansagen, großartige Textfragmente, „Kinder an die Heizung binden“ und „when I reach my revolver“ (Mission of Burma, Danke!). Ex-Sänger von Ultra.Fair, Musik aber besser, mit Keyboard und tanzbar.Love Academy
Danach verzogen auf die Bank! Stehend! Pascow aus der letzten Reihe, aber mit wahnsinnig gutem Blick. Noch besser als zuvor. Angst, dass das Störtebeker vielleicht abgerissen werden könnte. Die Meute tobt, tanzt, schreit. Meine Stimme wird die nächsten beiden Tage in Hamburg bleiben, mit dem Zug erst am Dienstag in den Ruhrgebiet zurückreisen. Die gute Laune allerdings nicht verdrängen. Doch zurück zum Abend, wie groß! Ähnliche Songs, noch bessere Stimmung. Nach Leatherface im Hafenklang wahrscheinlich das beste Konzert seit langem! Selbst der Herr Off brachte ein Bier vorbei. Danach noch bis in die Puppen gequatscht und in der Kleinen Pause versackt. Ein Bierschinken später, Ruhrgebiet doch zahlreicher als angenommen … fein, fein, fein!
Pascow im Störtebeker, St. Pauli


2 Antworten auf „Der Pott schickt Schnaps tief in den Süden“


  1. 1 Reviews: Love Academy – 7″ « Alleiner Threat – Ego-Fanzine Pingback am 23. Januar 2011 um 17:26 Uhr
  2. 2 Reviews – Love A, Turbostaat, Freiburg « Alleiner Threat – Ego-Fanzine Pingback am 30. Mai 2013 um 19:53 Uhr
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