Reviews: Love Academy – 7″

Love Academy, was ein selten dämliche Name, dachte ich, bevor die Band in Hamburg die Bühne betrat. Love Academy, ein schöner, passender Name. Wie will man sonst eine Band heute noch nennen?
Das Liveset hat mich dann doch sehr überzeugen können (s. auch Bericht hier) und kurze Zeit später erschien nun die erste Single der Band aus dem Trierer Raum – auf Salon Alter Hammer. Deutschsprachiger Punkrock, der, wenn man denn Vergleiche und Schubladen braucht – und seien wir ehrlich, gerade Punk funktioniert ja wahnsinnig nach „Schubladendenken“ und ist somit viel engstirniger als viele andere Musikgenre … – dann sollte man ganz tief die „Trend etc.“-Schublade aufreißen und nachsehen. Vorne auf der Holzschublade, remember Gelsenkirchener Barock, steht dann „deutschsprachiger Indie-Punk“. Sowas wie Vom Segeln ohne Sperrgut, sowas wie Schneller Autos Organisation nur weniger Tocotronic, um noch ein wenig Namedropping zu betreiben. „Ultra Fair“ schreit jetzt jemand im Hintergrund und gehört dafür abgewatscht – jajaja, ich weiß Nachfolge-Band und so weiter … kram, bla, bla, düdeldü!!!
Auf dieser Single in feiner Optik – weißes Vinyl, weißes Label, bedruckte Klarsichthülle – gibt es dann gleich viermal diesen Indiepunk zu finden ist, leicht kryptische, z.T. sehr humorvolle Texte („Originell“) ausgraben, die Musik mit einer Orgel versehen und sich freuen, dass die Schublade wieder eine Single enthält, die Lust auf mehr macht.