Archiv für April 2011

Hörspiel-Lese-Tour

Ab morgen geht es los! Live und in Schwarz-Weiß (Punker-Kleidungsdress-Code, schwarzes Shirt, weißer Schriftzug, am besten Konsensband, die aber nur die Älteren kennen und dann anerkennend nicken, um dann anzumerken: „Das waren noch Zeiten.“).

28.04.2011 Berlin – Trickster
02.05.2011 Hamburg – Druckerei im Gängeviertel
03.05.2011 Braunschweig – Cafe Riptide
04.05.2011 Göttingen – Salamanca – Gartenstr. 21 B
05.05.2011 Münster – Frauenstr. 24
06.05.2011 Köln – AZ Köln
07.05.2011 Düsseldorf – Metzgerei Schnitzel
08.05.2011 Peine – Garage

Presseankündigung:

DJ Tulpe & Der Fette Mann

DJ Tulpe & Der Fette Mann fingen 2002 an gemeinsam Hörspiele aufzunehmen. Zum Glück kommen sie dabei ohne Sätze wie „…noch konnte sie nicht ahnen, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt hatten…“ aus.
Ein vorher konzipiertes Handlungsgerüst verwandelt sich durch improvisierte Dialoge in eine Geschichte, die erst beim Enstehungsprozess ihre endgültige Gestalt annimmt. Vampire kommen in ihren Stories ebenso vor wie manch anderes schauriges Gesindel.
Doch lassen sich DJ Tulpe & der fette Mann nicht nur von den tausend schlechten Filmen die sie gesehen haben inspirieren, sondern auch von den Banalitäten des Alltags da draußen.
Im Jahre 2008 gingen sie mit ihren „Unheimlichen Geschichten“ in Serie: Aberwitzige Hörspiele, von der klassischen Vampirstory, über Wohlstandsmärchen bis hin zur dezenten Kritik am Rationalisierungswahn von Telekommunikations-Unternehmen.
Die Dialoge werden von den beiden live eingesprochen, wenn nötig auch mit unterschiedlichen Stimmlagen und fast vollem Körpereinsatz.
Für die passenden Geräusche an den richtigen Stellen sorgt dabei Tobi Homeworkerphobie. Er verwandelt den Zuschauerraum in eine Bushaltestelle, ein einsames Haus in mitten eines Waldes oder eine lärmende Baustelle.
Seit 2008 pfeffern sie diese Perlen der Hörspielkunst vor die fetten Füße des wachsendem Publikums, welche unweigerlich zum erschaudern, lachen und weinen gebracht werden.
Ab jetzt werden ihre Hörspielkreationen in deinem Wohnzimmer oder im Olympiastadion vorgebracht. Egal. Denen ist alles recht.
2010 haben sie übrigens den 2. Platz beim Hörnixe Hörspielwettbewerb gewonnen.

Discographie:

2008 – Unheimliche Geschichten 1 (CD / Megapeng Records)
2009 – Unheimliche Geschichten 2 (CD / Megapeng Records)
2010 – Unheimliche Geschichten 3 (CD / Megapeng Records)

www.megapeng.net
www.myspace.com/getawyproductions

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Don Chrischan

2003 veröffentlichte Don Chrischan sein erstes Fanzine. Dann passierte 5 Jahre lang nichts. Seit 2008 erscheinen seine Geschichten in diversen Underground-Magazinen und Fanzines wie Pankerknacker, Schlammrock, Renfield-Zine, Danzbär, Alleiner Threat und anderen. Des weiteren ist er Mitherausgeber des Kurzgeschichten-Zines Nachtfalter.
In seinen Geschichten trifft man immer wieder auf alte Bekannte, schrullige Protagonisten, zwischen Hartz IV-Adel, Berliner Trinkerszene und Drogenmoloch zwischen Fernsehshows, Zen Meisterei und Barrikadenbau. Kurzgeschichten aus dem Paralleluniversum der zwischenmenschlichen schwarzen Löcher.
Don Chrischan ist auf diversen Berliner Lesebühnen wie der „Wortnik“-Lesebühne im Sputnik-Kino Kreuzberg zu Gast, so wie selbst Veranstalter der „Poetry Island“ Lesebühne im Trickster, am Schlesischen Tor.

www.donchrischan.de

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Mika Reckinnen

Mika Reckinnen wäre gerne der Sohn einer südostasiatischen Kleptokraten-Familie, doch in Wahrheit schreibt er seit Mitte der 1990er Kurzgeschichten und Texte für diverse Fanzines. Angefangen hat alles 1996, als er mit Freunden das Strafraumpogo-Fanzine herausgab, das bis 2007 existierte. Das Strafraumpogo-Zine war das wohl erste und einzige überregionale Punkrock und Fußball-Fanzine aus Ostwestfalen! Seit dem hat er verschiedene Ego-Zines herausgegeben, zuletzt das Alleiner Threat, und schreibt Kurzgeschichten, die sich irgendwo zwischen Alltag und Wahnsinn verorten lassen. Er veröffentlicht regelmäßig in diversen Fanzines, wie dem Pankerknacker, dem Drachenmädchen oder im Trust. Darüber hinaus beteiligt er sich an mehreren Literaturprojekten wie dem Richtungsding (Mülheim a.d. Ruhr) und Luftruinen (Münster) sowie am „Buchstabenwerfer“-Slam Poetry in Münster, den er von 2004 bis 2007 moderierte. Bei ihm wird die Frage geklärt, ob westfälische Lohnunternehmer „Punk“ sind, es geht um Flaschendrehen extrem, wie He-Man eine Kleinstadt terrorisiert und wie sein Auftritt in „Nur die Liebe zählt!“ in die Hose gegangen ist.

http://alleinerthreat.blogsport.de

Illegale Downloads – Geistiges Eigentum und die Industrie

Jede_r siebte Internetnutzer_in, so berichteten in den letzten Tage einige Zeitungen und auch das Fernsehen, habe Erfahrungen mit illegalen Downloads (u.a. die Berliner Zeitung). Der Branchenverband BITKOM hatte dies in einer Studie, bei Forsa in Auftrag gegeben, herausgefunden. BITKOM begrüßt aber zeitgleich, dass im letzten Jahr insgesamt 390 Mio. Euro für (legale) Downloads ausgegeben wurden (wer ist denn so bekloppt! Download-Codes liegen Vinyl bei und wenn ich überlege, wenn mir meine Festplatte abschmiert und ich meine „Musiksammlung“ verliere … arme Irre!). Daraus schließt Volker Smid, Präsidiumsmitglied bei BITKOM, dass es einen großen und wachsenden Markt für Downloads gibt (immerhin, 43 Prozentige Steigerung im letzten Jahr im Vergleich zu 2009), wenn, ja wenn, die Preise und das Angebot lukrativ genug sind.
Jetzt habe ich schon einige Male daraufhin gewiesen, dass das Gejammer bei illegalen Downloads aus meiner Sicht heuchlerisch, übertrieben und Schwachsinn ist sowie meinen „Punkidealen“ (Kotzwort, sorry für die Verwendung) entgegen steht (Nach zu lesen unter anderem hier). Einen schönen Beitrag zu dem Thema unter dem Titel „Das selbst geschaufelte Grab der Musikindustrie“ (zu finden hier auf 11k2.wordpress.com) hat der liebe Kollege Falk Fatal (zu finden hier) ausgegraben. Aus diesem würde ich gerne ein wenig zitieren und v.a. die beiden Graphiken entleihen.
Spannend ist, dass der durchschnittliche Konsum eines US-Amerikaners bzw. einer US-Amerkanerin in den 1970er Jahren bei ca. 3 Alben pro Jahr lag. Erst Ende der 1980er stieg der Konsum auf durchschnittlich 4 Alben, um dann Mitte der 1990er Jahre bei 5 Alben sich einzupendeln. Aus diesem Wachstum extrapoliert die Musik-Industrie, dass ungefähr 2009 der Konsum schon bei 7 Alben pro Jahr gelegen haben müsste (s. Graphik von 112k.wordpress unten). Bei 300 Mio. Einwohner_innen wären dies allein 600 Mio. verkaufte Tonträger mehr, bei einer Gewinnmarge von vorsichtig kalkulierten 5 US-Dollar pro Album wären das 3 Mrd. US-Dollar, die der Musikindustrie entgehen, wie gesagt, wenn das Wachstum real wäre (und die Gewinnmarge dürfte auch um einiges höher liegen). Graphik von 11k2.wordpress
Spannend ist nun das Hier und Heute! Seit 1993 stagniert dieses Wachstum schon, also weit vor Napsters Beginn, das im Jahr 1998 programmiert worden ist. Woran liegt das? Ich bleibe bei meiner Theorie, dass viele Menschen ihre Vinyl-Sammlung auf CD nachgeordert haben. Mit der Musikkassette und dem Vinyl waren zwei beliebte Formate durch die CD ersetzt worden. Schon 1997 brachen die Verkäufe erstmalig ein (s. Graphik unten, ebenfalls von 11k2.wordpress), ebenfalls vor Napster und anderen Downloads-Portalen!
Graphik 2 von 11k2.wordpress
Die aktuellen Zahlen sind nun wieder – für die USA – auf der Stufe von 1991 zurückgegangen, es drohen weitere Rückgänge. Warum? Ich denke, es handelt sich mittlerweile auch um eine sich selbsterfüllende Prophezeihung. Das viele Klagen über die Downloads hat diese nicht uninteressanter gemacht. Genau im Gegenteil, wenn es so einfach ist, ist man ja bekloppt, wenn man für einen Haufen Daten Geld zahlt. Meinen Blog würde ich schließlich auch nicht gegen Geld verkaufen, wobei Leser_innen gerne meine Bankdaten zwecks Spenden erfragen dürfen, hahaha.
Aber ernsthaft, wenn Downloads so einfach sind, warum nicht zugreifen? Und andersrum, jeden Scheiß, der runtergeladen wird, würde nicht auf CD gekauft werden. Dazu kommen die horrenden Preise für legale Downloads (für Digitale Daten 0,99 Euro für zwei bis vier Minuten Songs zu zahlen kann nur als frech bezeichnet werden, teilweise kosten 15 Sekunden Intros sogar den gleichen Preis … unfassbar!), CDs werden unattraktiver und v.a. gab es ein massiven Plattenlädensterben in den Innenstädten. Wo also, fernab von unpersönlichen Elektrosupermärkten, wo man wirklich nicht CDs oder LPs kaufen sollte, die Musik bekommen, die man mag?
Die Konzentration auf wenige Stars, die mangelnde Förderung der musikalischen Breite etc. kommen noch hinzu. Spannend ist aber nur, dass diese Statistiken – von der Musikindustrie in einem Prozess gegen Napster präsentiert, wenn 11k2.wordpress Recht hat – eigentlich genügend Argumente liefern, warum der illegale Download nicht (und vor allem nicht alleine) für den Rückgang der Verkaufszahlen verantwortlich ist.
Meine größte Angst vor einem repressiveren Umgang mit geistigen Eigentum, den die Musikindustrie massiv fordert und fördert, ist allerdings weniger auf den „Musikmarkt“ gerichtet, sondern auf andere Bereiche. Ich kann es mir mittlerweile leisten monatlich meinen lokalen Plattendealer glücklich zu machen und so das Aussterben von unabhängigen Plattenläden, Vinyl, kleinen Bands und einer D.I.Y.-Szene in meinen Möglichkeiten zu begrenzen. Aber was ist, wenn geistiges Eigentum auf Medizin stärker als schon jetzt durchgesetzt wird?! Wer versorgt Menschen im globalen Süden mit lebenswichtigen Medikamenten, wer versorgt sie mit Saatgut (auch hier gibt es viele Patente), wer mit anderen Gütern, die zum Leben notwendig sind. Patente geschickt einsetzen, geistiges Eigentum auch begrenzen – im Sinne aller, im Sinne der Menschen!

Nothing – St. Pauli

So, das war es dann wohl. Mit diesem Gedanken verließen wir das Millerntor Stadion um halb sechs. 1:3 gegen Werder Bremen im vorletzten Meisterschaftsheimspiel. Ein schwaches Spiel der Gastgeber, eine starke zweite Halbzeit der Bremer und so half nur noch, ein Bier im Jolly Roger und dann in Richtung Sportschau. Dort im Laufe des Abends festgestellt, dass der FC bis auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht worden ist. Was ein Samstag!?
Die Abendgestaltung wurde dann spontan in Richtung Flora verlegt. Nachdem wir erst gegessen und uns draußen mit den Skatern amüsiert haben – und über deren Publikum: „Boah, geil abgebräämst“ – entschieden wir leider viel zu spät, doch noch in die Flora zu gehen. Die letzte Band des Abends – Nothing aus Berlin (Homepage) – standen schon auf der Bühne. Großartiger Old School Hardcore, der fein nach vorne ging. Dabei sind die Jungs, die vor kurzem ihr erstes Album „Double Dose of Negativity 12″ veröffentlicht haben mehr oder weniger eine „All-Star-Band“ aus der deutschen Punk/Hardcore-Szene. Jobst (HIGHSCORE, MONSTER, PEACE OF MIND), Matthias (HIGHSCORE, DURANGO 95), Matze (MONSTER, COSTAS CAKE HOUSE), Mark (BOMBENALARM, NAILS) und Ronny (SITUATIONS) haben alle schon bei mehr oder weniger bekannten Bands gespielt. Das Ganze erinnerte dann an wuchtigere Negative Approach und hat mich vom ersten Ton an begeistert. Naja, und „Nothing“ passte ja auch irgendwie zu dem Spiel zuvor.
Dennoch ein schöner Abend mit vielen Menschen, die ich sehr mag und da war dann irgendwann sogar das Fußballergebnis mehr als zweitrangig! Vielen Dank!

Aktualisierung – Hörspiel-/Lesetour mit DJ Tulpe und der fette Mann und DonChrischan

Lesetour

Fanzine-Index.de is DEAD!

Manchmal kommen Nachrichten wie aus dem Nichts! Mit einem Mal ist Fanzine-index.de, DAS Verzeichnis deutschsprachiger Fanzines, eingestellt. Der Grund: Mögliche Rechte-Verletzungen Dritter, die auf der Seite leider nie auszuschließen sind und die einfach nicht verhindert werden können. In Zeiten von Klagen wegen jedem Rotz und einer wachsenden Bedeutung von Jurist_innen – früher hat auch mal ein netter Brief gereicht, oder die Drohung, was auf die Schnauze zu bekommen – hat der Andreas die Seite lieber eingestellt, als das Risiko einzugehen, verklagt zu werden. Das kann ich auf der einen Seite nachvollziehen, auf der anderen Seite: ich denke, dass bei einer möglichen Klage eine Soli-Welle durch die Fanzine-Szene, somit auch durch die (alternativ-) Medienwälder gerollt wäre, dass der Kläger oder die Kägerin durchaus mehr negativ als positiv Werbung zu erwarten hätte. Aber egal, das Projekt Fanzine-Index ist somit vorerst eingestellt.

Wer Lust hat, das Interview zwischen Andreas und mir nochmal nachzulesen, muss es also in Zukunfter hier tun und kann es nicht mehr auf Fanzine-Index finden.

Fragen an Mika Reckinnen – Die fanzine-index.de-Fragestunde, Juni 2010
(mehr…)

SNUFF in Düsseldorf

SNUFF + Nimrods; Stone im Ratinger Hof, Düsseldorf (15. April 2011)
Durch Zufall habe ich Anfang des Jahres gesehen, dass im April SNUFF* wieder in Deutschland spielen. Vorfreude war der erste Impuls! SNUFF sind eine Band, die ich zwar erst einmal zuvor gesehen habe, aber die ich in den letzten Wochen wieder für mich entdeckt hatte. Sie existieren jetzt seit ca. 25 Jahren und zählen zu den bekannteren Bands der 90er, die auf Fat Wreck Chords veröffentlicht haben. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Bands, die melodischen Punkrock spielen, stechen SNUFF gleich mehrfach aus der Masse heraus. Zum einen reduzieren sie ihren Sound nicht nur auf Melo-Core, sondern haben ebenfalls kurze, wütende Hardcore-Smasher im Programm, aber auch Offbeat-Songs und spielen viel mit Dub- und anderen Ska-Einflüssen. Zweitens ist der Frontmann Duncan Redmonds der Herr hinter der Schießbude. Drittens haben sie einen sehr geilen Humor, was alleine schon die „in the fishtank“ Platte beweist, auf der sie in unterschiedlichen Sprachen „Wir haben keine Bananen“ singen. Großartig abstrus! Und viertens sind ihre melodischen Songs wirklich in der Ersten Liga von Skatecore / Melocore oder wie man die 90er Jahre Suppe, die man geboten bekam, nennen will. (mehr…)

Live-Lese-Hörspiel-Tour

Flyer zur Lese-Tour, weitere Infos hier:
Lese-Tour

Dear Landlord, Zatopeks und 20Belows in Köln

Dear Landlord, Zatopeks + 20belows; Sonic Ballroom Köln (12. April 2011)
„I live in hell, I live in the basement – I live in a garage with no windows, my life is wasted – I live in hell with the drunken Christians – they‘re away from their parents for the first time, they can‘t take it“
So fängt die erste Strophe von „I live in hell“, dem ersten Song auf dem Album „Dream Homes“ von Dear Landlord an, um dann im Refrain die durchaus berechtigte Frage: „what does your dream home look like?“ zu stellen. Ihr neues, zumindest musikalisches zu Hause, haben bei Dear Landlord einige durchaus bekannte Leute gefunden. So sind Dear Landlord Adam Fletcher und Brett Hunter von „The Copyrights“ und Brad Lokkesmoe (ebenfalls Gateway District) und Zack Gontard (ebenfalls Off with Their Heads) von Rivethead (die anderen beiden aus der Band spielen heute bei Banner Pilot). Allein das Namedropping verspricht besten Hochgeschwindigkeitspunk mit mehrstimmigen Gesängen und großen Melodien. Also gab es keinen Grund zu zögern und sich auf ins Sonic Ballroom zu machen.
Nachdem die Show von Dear Landlord am Samstag zuvor in Hannover ausverkauft war, erreichten wir schon um acht Uhr das Sonic Ballroom, nur um festzustellen, dass in diesem Land doch noch kein „Dear Landlord“-Boom/Hype ausgebrochen ist. Zumindest nicht an einem Frühlingsdienstag in Köln. Aber bevor ich, wie dereinst vor‘m Gleis 22 bei den mir unbekannten Mando Diao den Kürzeren ziehe, lieber früh da sein. Auch zu einem späteren Zeitpunkt ist das Sonic Ballroom allerdings alles andere als ausverkauft und dennoch versammelten sich so ca. 60 Leute an diesem Tage.
Da mich das Fahrerlos ausgespuckt habe, durften die Damen Kölsch-Pinnchen trinken, während ich mich an Jever Fun hielt. Was eine Verballhornung von Spaß … „man kann auch ohne Alkohol Spaß haben“ … klar, aber muss man deswegen alkoholfreies Bier „Fun“ nennen? Wobei – eine kurze Googlerecherche – sowohl die Namen XjeverfunX als auch FUNjeverFUN noch nicht vergeben sind, straight edge Kombos, hier habt ihr eine Chance (XfunX ist allerdings schon vergeben). (mehr…)

DJ TULPE und der FETTE MANN + DON CHRISCHAN + MIKA RECKINNEN

Nur noch wenige Woche, dann beginnt sie, die erste größere Tour mit DJ TULPE und der FETTE MANN, DON CHRISCHAN und meiner Wenigkeit.
Die Tourdaten, die da lauten:

28.04.2011 Berlin – Trickster
02.05.2011 Hamburg – Druckerei im Gängeviertel
03.05.2011 Braunschweig – Cafe Riptide
04.05.2011 Göttingen – Salamanca – Gartenstr. 21 B
05.05.2011 Münster – Frauenstr. 24
06.05.2011 Köln – AZ Köln
07.05.2011 Düsseldorf – Metzgerei Schnitzel
08.05.2011 Peine – Garage

Presseankündigung:

DJ Tulpe & Der Fette Mann

DJ Tulpe & Der Fette Mann fingen 2002 an gemeinsam Hörspiele aufzunehmen. Zum Glück kommen sie dabei ohne Sätze wie „…noch konnte sie nicht ahnen, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt hatten…“ aus.
Ein vorher konzipiertes Handlungsgerüst verwandelt sich durch improvisierte Dialoge in eine Geschichte, die erst beim Enstehungsprozess ihre endgültige Gestalt annimmt. Vampire kommen in ihren Stories ebenso vor wie manch anderes schauriges Gesindel.
Doch lassen sich DJ Tulpe & der fette Mann nicht nur von den tausend schlechten Filmen die sie gesehen haben inspirieren, sondern auch von den Banalitäten des Alltags da draußen.
Im Jahre 2008 gingen sie mit ihren „Unheimlichen Geschichten“ in Serie: Aberwitzige Hörspiele, von der klassischen Vampirstory, über Wohlstandsmärchen bis hin zur dezenten Kritik am Rationalisierungswahn von Telekommunikations-Unternehmen.
Die Dialoge werden von den beiden live eingesprochen, wenn nötig auch mit unterschiedlichen Stimmlagen und fast vollem Körpereinsatz.
Für die passenden Geräusche an den richtigen Stellen sorgt dabei Tobi Homeworkerphobie. Er verwandelt den Zuschauerraum in eine Bushaltestelle, ein einsames Haus in mitten eines Waldes oder eine lärmende Baustelle.
Seit 2008 pfeffern sie diese Perlen der Hörspielkunst vor die fetten Füße des wachsendem Publikums, welche unweigerlich zum erschaudern, lachen und weinen gebracht werden.
Ab jetzt werden ihre Hörspielkreationen in deinem Wohnzimmer oder im Olympiastadion vorgebracht. Egal. Denen ist alles recht.
2010 haben sie übrigens den 2. Platz beim Hörnixe Hörspielwettbewerb gewonnen.

Discographie:

2008 – Unheimliche Geschichten 1 (CD / Megapeng Records)
2009 – Unheimliche Geschichten 2 (CD / Megapeng Records)
2010 – Unheimliche Geschichten 3 (CD / Megapeng Records)

www.megapeng.net
www.myspace.com/getawyproductions

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Don Chrischan

2003 veröffentlichte Don Chrischan sein erstes Fanzine. Dann passierte 5 Jahre lang nichts. Seit 2008 erscheinen seine Geschichten in diversen Underground-Magazinen und Fanzines wie Pankerknacker, Schlammrock, Renfield-Zine, Danzbär, Alleiner Threat und anderen. Des weiteren ist er Mitherausgeber des Kurzgeschichten-Zines Nachtfalter.
In seinen Geschichten trifft man immer wieder auf alte Bekannte, schrullige Protagonisten, zwischen Hartz IV-Adel, Berliner Trinkerszene und Drogenmoloch zwischen Fernsehshows, Zen Meisterei und Barrikadenbau. Kurzgeschichten aus dem Paralleluniversum der zwischenmenschlichen schwarzen Löcher.
Don Chrischan ist auf diversen Berliner Lesebühnen wie der „Wortnik“-Lesebühne im Sputnik-Kino Kreuzberg zu Gast, so wie selbst Veranstalter der „Poetry Island“ Lesebühne im Trickster, am Schlesischen Tor.

www.donchrischan.de

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Mika Reckinnen

Mika Reckinnen wäre gerne der Sohn einer südostasiatischen Kleptokraten-Familie, doch in Wahrheit schreibt er seit Mitte der 1990er Kurzgeschichten und Texte für diverse Fanzines. Angefangen hat alles 1996, als er mit Freunden das Strafraumpogo-Fanzine herausgab, das bis 2007 existierte. Das Strafraumpogo-Zine war das wohl erste und einzige überregionale Punkrock und Fußball-Fanzine aus Ostwestfalen! Seit dem hat er verschiedene Ego-Zines herausgegeben, zuletzt das Alleiner Threat, und schreibt Kurzgeschichten, die sich irgendwo zwischen Alltag und Wahnsinn verorten lassen. Er veröffentlicht regelmäßig in diversen Fanzines, wie dem Pankerknacker, dem Drachenmädchen oder im Trust. Darüber hinaus beteiligt er sich an mehreren Literaturprojekten wie dem Richtungsding (Mülheim a.d. Ruhr) und Luftruinen (Münster) sowie am „Buchstabenwerfer“-Slam Poetry in Münster, den er von 2004 bis 2007 moderierte. Bei ihm wird die Frage geklärt, ob westfälische Lohnunternehmer „Punk“ sind, es geht um Flaschendrehen extrem, wie He-Man eine Kleinstadt terrorisiert und wie sein Auftritt in „Nur die Liebe zählt!“ in die Hose gegangen ist.

http://alleinerthreat.blogsport.de

Bambix in Köln

Bambix + Support; Sonic Ballroom Köln (1. April 2011)
Wie die Zeit nur dahin fliegt wird mir immer wieder deutlich an Bands, die ich seit frühester Jugend kenne. Bambix ist so eine Band. Auf einem der ersten „Independent“-Sampler (Vitaminepillen #4), den ich mir gekauft habe, hatten sie einen Song beigesteuert – „Where did I go?“. Das dazugehörige Album – „Crossing Common Borders“ – habe ich allerdings erst Jahre später wirklich kennen und schätzen gelernt. Bambix, das war eine der Bands, auf die wir uns in meiner ersten WG schnell einigen konnten. Konsensband, sozusagen. Willia’s Gesang und Gitarrenspiel stechen dabei aus der Masse von female-fronted Punkbands deutlich heraus, vor allem weil Bambix mit Willia wirklich „female-fronted“ ist und nicht nur eine Sängerin, die die Stimme gibt, plus Band ist. Das ganze wurde dann auf „Vitaminepillen Records“ in den 1990ern veröffentlicht, wohl einem der besten und einflussreichsten Label in Deutschland (u.a. mit Knochenfabrik, 1. Mai ’87, Wohlstandskinder, Bambix, Creetins, Bash!) zu der Zeit und ein Label, dass mich neben Schiffen (Dackelblut, Turbostaat – Homepage hier) wohl wirklich geprägt hat. (mehr…)