Archiv für November 2011

The Jerks in Quezon City

The Jerks in Backdoor Blues Cafe in Quezon City (Philippinen) (4.11.2011)
Die Jerks gehören zu den ältesten Bands in den Philippinen. Gestartet sind Chickoy und seine Kollegen Ende der 1970er Jahre. Sie haben früh viele Einflüsse in sich aufgenommen, Punk, Blues, Pop, NewWave und spielen noch heute regelmäßig in MetroManila, vor allem im 70s Bistro (Anonas Road, Quezon City) oder wie an diesem Freitag im Backdoor Blues Cafe (Kalayaan Street, Quezon City).
Eigentlich hatte ich das Konzert nur besucht, um mich mit zwei alten Freunden, Mina und JL zu treffen, die beide zugegen waren. Als ich kam spielten schon die Jerks. Hin und wieder covern sie alte The Clash und andere Punkklassiker, doch in diesem Umfeld einer Blues Bar gab es dann doch sehr blueslastige Musik, wie zu erwarten war. Edwin Aguilar am Bass (ein großer Skinhead, der sich eher mit Ska-Moves zu der Musik bewegte) und Schlagzeuger Paulo Manuel unterstützten Chickoy Pura.
Das erste Set dehnte sich dann auch gleich eine Stunde hin, Biere wurden gereicht und versucht auch über den Soundteppich hinweg zu kommunizieren. Um ehrlich zu sein, dass ging nur bedingt. Im zweiten Teil des Sets wurden dann auch viele Hits aus der Pop und Rock-Geschichte angespielt, so unter anderem Steely Dan’s „Rikki don‘t loose her number“, was in Zeiten von Mobiltelephonen und Vernetzung via SMS ja schon fast wie eine Ironie der Geschichte klingt, da zumindest in den Philippinen die meisten Menschen über große Netzwerke (facebook) verfügen und so jede Telephonnummer in kürzester Zeit heraus bekommen könnten. Aber naja, Rikki lebte ja auch in den 1970ern.
Ansonsten ein netter Abend ohne Highlights mit einer okayen Band, die aber wohl ihre bessere Zeit auch schon hinter sich hat und mir ein wenig Leid tat, dass sie nun vor wenig Leuten lange Unterhaltungsmusik spielen muss.

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour: Tag 5 – Neubrandenburg

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
AJZ, Neubrandenburg (19.10.2011)

Mein letzter Tag mit den anderen dreien. Fast könnte ich heulen! Stattdessen tuckern wir quer durch Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe Angst, dass wir von der Scheibe fallen, einen Nandu totfahren oder vielleicht in China rauskommen. Nichts dergleichen passier. Der Körper dehydriert fast, kurz vor Neubrandenburg dann endlich Bierpause. So viel Aufregung. Landschaftlich schön, auch wenn kein Meer mehr zu sehen ist. Dafür unterhalten wir uns über „Immer nie am Meer“ und „Breaking Bad“, auch gut!
Alex fährt weiter. Das erste Mal, dass Jenny uns nicht führt. Ich habe Angst, Schockzustände. Doch Alex gute Fahrt sorgt dafür, dass ich am morgigen Tag auch dem Lokführer trauen kann! Auch andere Leute können mich also sicher durch das Bundesland führen oder fahren. Gut!
Wir kommen an am AJZ. Geiler Laden! Direkt an einem schönen See, idyllisch, romantisch, bezaubernd, you name it! Das AJZ selbst ist ein altes Restaurant. Mit dem See dabei muss man es wohl sogar „Ausflugslokal“ titulieren. Schönes Wort, Ausflugslokal. Das klingt nach Familienidylle (Vater-Vater-Kind, oder Muter-Mutter-Kind, oder Vater-Mutter-Kind). Alles schön düster, Crust aus den Boxen. Am Kicker werden Bob und ich allerdings – wie mittlerweile schon gewohnt – gedemütigt. Wir freuen uns über Ehrentreffer, um nicht unter dem Tisch durchkriechen müssen. Fast sensationell führen wir kurzzeitig während der Revanche gegen die jungen Knaben, doch des Glückes Schmied hat heute woanders seine Eisen im Feuer. Es ward uns heuer nicht holt, wie man so schön sagt. Oder auch nicht!
Meine persönliche Rache kommt später, als ich mit J. spiele, und die einfach die Jungs von der Platz putzt. Meine Rolle: Stangen des Mittelfelds und des Sturms hochhalten. So macht Gewinnen Spaß. Leichter Job!
Leichter Job auch auf der Bühne. Ich beginne wieder, diesmal mit einem Text über Dischord Records, der fürs Trust-Special gedacht war. Eigentlich ein guter Text, wie mir auf der Bühne auffällt. Erneut lauschen ca. 20 Leute, obwohl ich nirgends ein Plakat gesehen habe. Alex und Lustiger Bob sind auch in guter Form. Richtig Bock macht dann die zweite Runde. „Nur die Liebe zählt“ samt Fortsetzung. Endlich mal die Seele aus dem Leib schreien. So mag ich das. Habe das Gefühl, die Meute gut unterhalten zu haben, job well done, back to the bar.
„Der schönste Platz ist immer an der Theke“, um mal Rio Reiser zu zitieren. Gar nicht mal so dumm, der Knabe. An dortigem Brett dann erneut bis in die Nacht gequatscht, Bier getrunken und Musik gehört. Neubrandenburg hat tatsächlich eine Fachhochschule, wo Ökologie relativ weit oben auf dem Lehrplan steht. Wohl gut, wenn es auch besser sein könnte. Später dann: wir wieder allein im Laden! Da Jenny, Alex, Bob und ich fast gleichzeitig die Jukebox bespaßten kommt ein kruder Mix aus allem möglichen. WIZO, Muff Potter, Masshysteri. Vor allem über WIZO schäme ich mich im Nachinein. Zusammrottung und Dödelhaie befinden sich zum Glück nicht auf dem Computer. Dennoch, wie stoßen viel an, lassen die Tage Revue passieren. Schön war’s. Schön ist’s!
Da um 11:00 mein Zug fährt, ab ins Bett um 6:00. Als ich morgens um halb zehn durch die Gänge schleiche, sind die ersten Veranstalter/innen schon im Laden. Tageslicht bricht durch einige Bohlen ins Innere. Irgendwie fühle ich mich wie im Titty Twister nach Sonnenaufgang, als hätte ich die ganze Nacht Vampire und nicht nur Lübzer gejagt. Ich bin einfach nur platt, Restalkohol, fünf Tage Lesen, ich zwänge mir ein Brötchen rein, Zähne putzen eine Qual und lasse mich dann von der wesentlich fitteren Jenny in Richtung Bahnhof geleiten.
Dort sitze ich in der Bimmelbahn, dann im ICE und bereite noch meinen abendlichen Vortrag über jüdische Immigration aus Nazideutschland in die Philippinen vor. „Waren aber doch noch einige Schreibfehler in deiner Präsentation“, merkt eine Kollegin später an. Egal, für die handvoll Leute, die sich politische Bildungsarbeit anhören, hat’s gereicht. Zum Glück läuft es bei Alex und Bob und Jenny in Greifswald besser. Aber das ist eine andere Geschichte und ich bereue, dass es in dem Moment nicht die meine ist.

An dieser Stelle – wie auch an den Abenden erwähnt – gebührt allen Dank, die uns unterstützt haben (v.a. Ron von Sequential Arts), die uns umsorgt haben, mit uns diskutiert und gesoffen haben und einfach da waren und geklatscht haben. Einziger Wehrmutstropfen: Meine vielen Vorurteile gegen Deutsch-Nord-Ost werde ich nie wieder pflegen können.
Hoffe auf Wiedersehen, in diesem Sinne: Cheerio!

Teil 1 in Gadebusch hier
Teil 2 in Rostock hier
Teil 3 in Wismar hier
Teil 4 in Neubrandenburg hier

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour: Tag 4 – Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
Komplex, Schwerin (18.10.2011)

1,6 Millionen Menschen leben in Mecklenburg-Vorpommern, Tendenz sinkend. Wie in den Städten Essen, Dortmund und Duisburg, ebenfalls 1,6 Millionen Menschen, Tendenz sinkend. Nur, dass die Bimmelbahn von Dortmund nach Duisburg eine halbe Stunde braucht, von Neubrandenburg bis Wismar wahrscheinlich Stunden. Aber egal, denn wie auch im Pott scheinen sich alle Aktiven zu kennen. Hin und wieder schieben sie sich gegenseitig schon Attribute geben wie „politischer“, „hippiemäßiger“, „punkiger“ etc. zu, aber es wirkt nie unfreundlich. Man kennt sich halt. Egal, Schwerin – so sagte man uns – habe außerdem Komplex nicht viel zu bieten. Dennoch machen wir die Touri-Tour mit Schloss und Innenstadt. Schließlich ist im Schloss der Landtag und dieser wird von einem waschechten Westfalen (aus Bochum) angeführt. Nandus, Westfalen, was kommt als nächstes?
Dieser Schlossfürst auf jeden Fall ließ sich leider nicht blicken, dafür machten wir erhabene Photos und freuten uns über kaltes, aber klares Wetter. „Steife Briese“, wie man woanders sagt.
Dafür verfahren wir uns ständig in der Innenstadt. Erste „Bekannte“ lachen uns zu und winken uns. Großartig! Wir entdecken ein Plakat neben Wiglaf Droste, unglaublich. Einer der besten Buchtitel aller Zeiten: „Wir hacken uns die Beine ab und sehen aus wie Gregor Gysi“. Buch ist allerdings nicht so gut wie der Titel. Kann es aber auch gar nicht sein!
Im Komplex bekommen wir großartige Tapas und Bier, dann lesen wir. Das Publikum ist hier leider wieder etwas verhaltener, ruhiger. „Politischer“? Ich habe das Gefühl, dass meine Texte irgendwie gar nicht zünden, was aber eigentlich auch egal ist. Beim lustigen Bob scheint es irgendwie ähnlich zu sein, Alex bekommt noch das Beste Feedback. Zumindest subjektiv aus meiner Warte. Dabei haben wir sogar bei der Raumgestaltung (Seminar-Raum für politische Bildungsarbeit) erstmals mit einer PowerPoint aufgepeppt. Photos aus MeckPom sind zu sehen, die wir als Hintergrundkulisse noch schnell zusammenbasteln.
Nach der Lesung ist vor der Feierei. Es geht erneut in eine Punkerkneipe (SN-Punx), wir kickern uns um Kopf und Kragen und versacken nach deren Schließung im Schlafraum mit einigen Leuten aus Gadebusch, Rostock und von sonstwo. Es werden gute Geschichten ausgetauscht (Flasche aus Auto geworfen um Ortsschild zu treffen, stattdessen Leitplanke, Flasche zurück, Windschutzscheibe im Arsch. Wie bringe ich das der Versicherung bei?) und beinahe wird uns der Bob geklaut (File under: Udo Jürgens-Phänomen zur „16 Jahr, blondes Haar“-Phase).
Das allabendliche Steigerungsspiel der Abarten lautet bisher wie folgt: Sexist, Frauenschläger, Kinderschänder. Unschön!

Teil 1 in Gadebusch hier
Teil 2 in Rostock hier
Teil 3 in Wismar hier

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour: Tag 3 – Wismar

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
TiKo, Wismar (17.10.2011)

Spätnachmittags geht es weiter nach Wismar. Ein Ort, der mir außer von Werften her gar nichts sagt. Also gespannt und schon bei der Ortsdurchfahrt (File under: Kuh’s Best!) Begeisterung, wir hängen in der Stadt! Also, jetzt nicht persönlich, nachdem wir über den Marktplatz geschleift worden sind, sondern unsere Poster. So fühlen sich also Günther Grass und Wiglaf Droste (File under: Haha!). Oder auch nicht!
Auf der Suche nach einer Sparkasse entdecken wir auch den schönen Marktplatz. Unschön: es gibt Konkurrenzprogramm, „Pokern bei Mutti, ab 20:00″ hören wir, wird über den Marktplatz gerufen, bevor das tiefer-breiter-härter Auto verschwindet.
Der Abend wird dann auch sehr nett. Zum einen kommt eine meiner ehemaligen Mitbewohnerinnen mit Freunden (Grüße!). Leider bin ich etwas platt und Gespräche mit mir etwas zähflüssiger, als sonst, dennoch freue ich mich sehr! Das TiKo selbst ist eine Groß-WG mit vielen unterschiedlichen Mitbewohner/innen und einem Kulturprogramm inklusive Konzerte, Kino, Parties und in diesem Fall: Lesung!
Gestärkt mit Wurstnudeln (Spaghetti vorm Kochen durch Wurstscheiben stechen und alles kochen – Vegan Nightmare) geht’s los und erneut ein aufmerksames Publikum und der Start in einen guten Abend. Hätte persönlich nicht damit gerechnet, dass an einem Montagabend in Wismar sich 20 Leute versammeln, um uns drei Honks beim laut Vorlesen zu hören.
Wie degeneriert und abhängig wir allerdings mittlerweile von Jenny geworden sind, beweisen zwei Anekdoten. Zum einen verlassen wir uns schon fast blind auf Jenny, dass sie Autoschlüssel, Zimmerschlüssel und alles andere aufbewahrt. So fällt mir zum Beispiel fünf Minuten nach Verlassen der Wohnung in Rostock auf, dass wir vielleicht einen Schlüssel hätten mitnehmen sollen. Jenny hatte aber längst dran gedacht!
Noch härter: Alex kann auf der Bühne einen seiner Texte nicht finden, erzählt lang und breit von „Ersatzausdrucken“, hat aber genau jenen zu lesen wollenden Text ebenfalls vergessen. Jenny schafft es dann mit einem kurzen Blick den gesuchten Text aus einem Stapel zu ziehen und der Abend kann – nachdem wir uns die Tränen aus den Augen gewischt haben vor Lachen und Rührung – weitergehen. Ich befürchte allerdings, dass, wenn unsere Degeneration so schnell weiter von Statten geht, wir Ende der Woche nicht mehr alleine Atmen, Essen, Trinken und Scheißen können. Zum Glück kommt es anders.
Nachdem ich zwischen 19:00 und 2:00 Uhr eigentlich die ganze Zeit platt und müde bin, drehe ich passend danach auf und bis 6:00 gehört die Bar am Abend uns. DJ Lustiger Bob sowie der Rest im Auditorium freut sich. Wir diskutieren noch über Muff Potter und ob es Scheiße war, dass sie bei der Industrie gelandet sind. Dann kuschelt sich der Lustige Bob in seine Schwanenbettdecke und der Rest entschlummert ebenfalls friedlich.

Teil 1 in Gadebusch hier
Teil 2 in Rostock hier

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour: Tag 2 – Rostock

Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
Café Median, Rostock (16.10.2011)

Mit verspäteter Chronistenpflicht der zweite Teil der Lesereise aus der Hansestadt Rostock.
Die ersten Augen machten schlapp und eine Notapotheke wurde schon am zweiten Tag aufgesucht. Das Leben auf der Überholspur kennt nun leider keine Stauschau!
Währenddessen ließen Bob und ich noch einmal die Geschichten vom vorherigen Abend aus Gadebusch Revue passieren. Hatten die Leute da wirklich erzählt, hier würden Nandus frei rumlaufen? Und hatten sie nicht von Reh- und Wildschweinabenteuern erzählt. Unsere Phantasie machte große Sprünge, wir träumten von Bären und Wölfen, doch zumindest Nandus würden wir wirklich sehen wollen.
Der Nandu ist dabei sowas wie der freiheitsliebende Punker unter den Vögeln. Eigentlich aus Südamerika eingeflogen (vom Menschen, nicht mit eigenen Schwingen), um in einem Gehege ihr Dasein zu fristen, sind 3 Pärchen im Jahr 2000 ausgebüchst und direkt in die schwach besiedelten Gebiete im Nordosten geflüchtet. Dort haben sie zum Beispiel im letzten Jahr nem Bauern seine Ernte weggefuttert (siehe Artikel hier), sodass der NDR sogar schon von „Problem-Nandus“ spricht. Wer braucht da noch Bären, wenn einem die bis zu 1,70m großen Viecher begegnen?
Doch so sehr wir uns auch die Augen aus dem Kopf stierten, auf dem Weg nach Rostock sahen wir außer die obligatorischen Kühe, Schafe und Pferde keine Wildtiere. Doch unsere Safari-Fahrerin Jenny hatte ein anderes Highlight auf dem Plan.
Der lustige Bob und ich, immer noch vom Vorabend peinlich bedrückt „Kopfschuss“ summend, schrien vor Begeisterung, als es auf einmal in Richtung „Bad Kleinen“ ging. Der Ort der Handlung des WIZO-Songs, also ein Teil der eigenen – zugegeben: schwer peinlichen – Jugend in den Tiefen des Rheinlands bzw. Ostwestfalens. An dem jedoch völlig unspektakulären Bahnhof gab es dann weder eine Gedenkmedaille für den „Pazifisten“ Wolfgang Grams, noch für den „heldenhaften Einsatz“ der GSG9, gegen die man hätte protestieren können. Auch der GSG9-Beamte Michael Newrzella, der damals wahrscheinlich aus der Waffe eines Kollegen starb (wer im Auto meinte noch mal, dass nur Wolfgang Grams gestorben sei?) findet keine Erwähnung. Schade, so wird Bad Kleinen sicherlich nie zu einem illustren Wallfahrtsort für bekloppte RAF-Anhänger und militante Junge Unionler, die nicht zur Polizei geschweige denn GSG9 durften.
Wer übrigens eine Minute Zeit hat, sollte sich das großartige „Was in Bad Kleinen wirklich geschah“ von Wiglaf Droste geben – auf Youtube zum Beispiel HIER zu finden.
Also nur einige total bekloppte Photos (file under: Was wird uns einen, wenn nicht Bad Kleinen) geschossen und weiter nach Rostock.
Das Median ist ein sehr nettes, kleines Café in dem alternativen Viertel von Rostock, unweit der schönen Punkerkneipe Molotow. Wir kommen an, bekommen Getränke und werden fürstlich bekocht. Zwei Gänge, unsere Mägen platzen fast! Allein der Kuchen – göttlich! Zudem lernen wir Ron von Sequential Arts kennen, dem wir unser Vorortsein verdanken! Merci an dieser Stelle!
Von der Atmosphäre im Publikum wird es auch der beste Abend. Knapp 25 Leute lachen an den richtigen Stellen, haben viel Spaß und Alex, Bob und ich sind ebenfalls in Bestform. Am Ende gibt es sogar eine Runde Zugabe mit allen. Sehr schön!
Dann ziehen wir weiter in besagtes Molotow und führen interessantge Gespräche über Fanzines, Hansa Rostock, Lichtenhagen und Neonazismus allgemein, über die alternative Szene in Rostock und so weiter. Mein Bildungshorizont wird also nicht nur über das Tierleben rund um Gadebusch, sondern auch um Fußball, linke Politik und Fanzines in der Region erweitert. Geht es besser?
Ein wirklich rundum gelungener Abend, der mit einem Fischessen am nächsten Tag am Rostocker Hafen auch noch gekrönt wird. Nach meinen G8-Erfahrungen ein wirklich schönes Kontrastprogramm!

Teil 1 in Gadebusch hier