Fanzines – Proud to be Punk #18

Proud to be Punk #18
Oh wow, auch ganz vergessen mich löblich über das Heft zu äußern und nun ist es schon Monate her, dass ich es gelesen habe. Immer gut, Reviews im Halbblindflug zu schreiben. Das Proud to be Punk ist eines der fettesten A5 Hefte und kommt – obwohl Jan mittlerweile in den Berufsstand des Lehrers auf-/ab-/weggestiegen ist hoffentlich auch noch in Zukunft – relativ regelmäßig heraus. Dabei liegt unser Musikgeschmack wohl weiter auseinander, die genannten Hardcore / Crust / Anarcho Bands sagen mir meistens nicht zu. Dagegen finde ich seine politischen Texte in der Regel sehr gut, sei es in diesem Heft eine Reise mit einer Jugendgruppe um den Verbrechen der Deutschen in Polen zu Gedenken, sei es ein kleiner Tourbericht von Partizan Minsk oder ein Artikel über ein ehemals besetztes Haus in Erfurt – Topf & Söhne, bzw. über ein Buchprojekt darüber. Sehr spannend fand ich den Artikel über die Cable Street und britische Nationallist/innen in den 1930ern. Ob man so einen Artikel aber unbedingt mit Oi Polloi einleiten muss, ist dann vielleicht Geschmackssache, nicht nur musikalisch. Ist doch deren recht vereinfachtes Weltbild des Imperialismus 2013 nicht unbedingt mehr das zeitgemäßeste … aber egal. Alles in allem finde ich es bewundernswert, wie viel Zeit und Arbeit sich Jan macht und auch musikalisch über den üblichen Tellerrand blickt. Dickes Kompliment!

Link zu alten Heft-Reviews (hier)

Kontakt: jan.sobe@t-online.de