Notgemeinschaft Peter Pan / Contra Real / Paura im Panic Room in Essen (18.04.2013)
„Thursday evening is alright for party“ hätten die Lost Lyrics mal singen sollen, denn dann hätte das hier wunderbar reingepasst! So hieß es das Ende einer stressigen Woche und vor einem arbeitsintensiven Wochenende zu nutzen, um noch mal die Seele baumeln zu lassen und mit Genossen Herder ein Bier zu trinken und Bands zu schauen. Schön, dass auch weitere Bekannte anwesend waren und es recht bald los ging. Und zwar mit Contra Real aus Hamburg. Die Band machte relativ unspektakulären Deutschpunk, wobei dann doch spektakulär war, dass die Trommlerin gleichzeitig auch Sängerin war. Respekt! Molotow Soda und AAK (Yeah!) wurden gecovert und „über’s Radio Deutschpunk senden“ („und außerdem stand die Snare falsch“ von AAK) hatte ich dann wochenlang als Ohrwurm! Ohrwurm-Charakter haben dann auch einige Songs von Notgemeinschaft Peter Pan, deren Alben ich phantastisch finde und die live ebenfalls sehr gut waren. Deutschpunk 2013, einfach mal unpeinlich und dennoch direkt. Das Publikum genoss die Bands. Was witzig war, da es doch ziemlich durchmischt war, denn im Anschluss spielten Paura aus Brasilien astreinen New York Hardcore, mit allen dazu gehören Klischees. Ehrlich gesagt, nach 2x Deutschpunk hatte ich darauf so richtig Bock! Ein großartiger Kontrast und schön die Singalongs ohne Textkenntnisse mitgesungen, hahaha. Der Ballast der Woche fiel echt von meiner Schulter wie Steine am 1. Mai auf die Polizei. Schön! Auch wenn die Single von ihnen dann 7 Euro kostete, cool die Bands supporten zu können. Stunde beim Therapeuten oder in der Boxhalle hätte mehr gekostet und weniger Wirkung gehabt.
Photos findet ihr bei Maks von Ril Rec HIER
Queensday-Festival mit u.a. Old Man Markley, Smoke on Fire, Slim Cessna’s Auto Club im Perron 55 in Venlo (30.04.2013)
Maks von Ril Rec hatte auf dem Notgemeinschaft Peter Pan Gig die großartige Idee, auf dem Weg zum Queensday-Festival in Venlo im RE 6 von Duisburg bis Venlo eine Punkrock-Lesung zu machen. Da ich immer noch „addicted to the young idea“ bin, ein paar Texte ausgedruckt, ein paar kurze Songtexte mit aufgeschrieben und ab in den RE. Mit ca. 10 Punks – freiwillige und gute Zuhörer bis zum Ende der Fahrt inkl. Umsteigen in Sonstwo – und 200 normalen Bahngästen – nach und nach Ausgestiegen! Frechheit! – ging’s nach Venlo zum Queensday-Festival. Ein sehr geiles, kleines Festival. Dort Dennis und Mieke getroffen, die beim Punkrock! (Link) aktiv sind und sich ebenfalls wie ich auf Slim Cessna’s Autu Club freuten. Davor Old Man Markley, die netten Folkpunk machten und ziemlich den Zeitgeist damit treffen. Auch Smoke Or Fire spielten netten Punk‘n'Roll, aber ohne Highlights. Mit dem netten Tonarmleuchter vom Punkrockers Radio (Link), Mak von Ril Rec und Dennis dann auch doch nach und nach gut abgeschraubt, sodass ich betäubt genug war, über die schon arg predigenden Slim Cessna hinweg zu sehen und sie nur noch abzufeiern. Voll geile Mischung aus Country, Folk und Gospel! Dass der Gitarrist ein Wechselbildchen von Jesus und der Jungfrau Maria hatte, erfreut mich noch heute. Auf jeden Fall ging die Musik in Mark und Bein und auch die erworbene Platte ist ein Genuss! Mieke und Dennis sei noch mal Dank, dass sie mich in diesem Zustand heile irgendwo in Köln-Kalk ausgesetzt haben!
Photos von Lesung und Konzert by Maks findet ihr HIER
Freiburg, Auszenseiter, David Nechi, Stärkeäther und Resurrection Lily im Hausprojekt Scherer Straße 8 in Berlin (03.05.2013)
Erste Nacht in Berlin und schon sind die ersten Freunde aus Köln / Herzebrock / Poznan in der Stadt. Ohne Worte! Also ab durch die ganze Stadt und in den Wedding! Zuerst Liedermacher David Nechi, der klingt wie Hannes Vader meets Element of Crime meets Bob Dylan. Ganz okay, aber nicht unbedingt meine Lieblingsmusik. Stärkeäther war dann so Geballer, an das ich mich kaum noch erinnere und von Resurrection Lily habe ich leider nur den letzten Song mitbekommen. Sehr sympathischer Indie-Punk, aber da die Mädels und Jungs nur vier Songs hatten, war die Spielzeit arg begrenzt. Freiburg rotzten dann wie gewonnt ein super Set durch, am Ende auch mit duesenjaeger-Cover. Schön. Eigentlich sogar richtig geil, wie sich diese Band von einer mässigen Tocotronic-Epigonen-Dorf-Kiddies-Band zu einer richtig guten deutschsprachigen Punkband entwickelt! Auszenseiter – u.a. mit Tom von Freiburg und Stefan von Radio Bastards – spielten dann eher hardcorigen Lärm, den ich auch schon an anderer Stelle lobend erwähnt habe. Ein guter Abend, auch wenn um 5 Uhr nach Hause kommen sich erstmal wieder ungewohnt anfühlt.
Ghost Mice und ??? im Fischladen in Berlin (08.05.2013)
Tag der Befreiung und im Haus der Demokratie und Menschenrechte ist das jährliche Hoffest (mit Wurst und Steak … geile „vegane“ / „vegetarische“ Essensauswahl – Ironie-Modus off). Im Anschluss dann direkt liebe Freunde in den Arm nehmen und einer jungen Dame, deren Name ich auch nicht mehr recherchieren konnte. Die hatte auf jeden Fall ihr Schifferklavier dabei und begeisterte mit markanter, kräftiger Stimme und Folkmusik. So eine halbe Stunde war dann auch genau die passende Länge, bevor es doch etwas langweilig wirkte. Sie spielte leider eine Dreiviertel-Stunde, hehe. Ghost Mice waren dann toll wie immer, auch wenn es so scheint, als hätte Chris eine neue Sängerin dabei … oder Hannah hat sich arg geändert. Keine Ahnung, sie spielten auf jeden Fall viele tolle Songs und am Ende „Up the Punks“. Eigentlich fehlte nur „Sing Out“, einer meiner Lieblingscover-Songs, der mir immer ein Lächeln, ach was, ein Strahlen ins Gesicht meißelt.





