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Lieblingsalben: Unitas – Porch Life

Achter Teil einer Reihe, in der ich unregelmäßig großartige Alben vorstelle, von Bands, die mir was bedeuten (oder bedeutet haben) und von denen ich nicht genug bekommen kann. Es handelt sich bei der Reihenfolge der Vorstellung nicht um eine Hitliste, sondern einzig und allein um Alben, auf die ich jetzt gerade Bock habe und sie parallel zu den Texten noch einmal anhöre.
Nach den Einträgen zu Whiskey & Co., Hot Water Music, The Gaslight Anthem, Dackelblut , … But Alive, 1. Mai ’87 (Erster Mai 87) und Against Me! geht es heute um das erste und einzige Album von Unitas namens „Porch Life“.
Unitas war eine Band, die nur relativ kurzzeitig existiert hat. Sie haben nicht viele Spuren hinterlassen, musikalisch leider nur das eine Album auf No Idea Records. Es gibt (noch) keinen Wikipedia-Eintrag zu ihnen, sie scheinen keine Homepage zu haben, die Infos auf punknews.org sind dürftig und alles, was ich über diese Band weiß, entstammt entweder dem Album oder aber der No Idea Homepage. Nicht einmal, wo nach sie sich benannt haben, kann ich sagen. War es Johnny Unitas, einer der besten Quarterbacks in der Geschichte des American Footballs? Oder war es „Unitas“, die gemeinsame Währung, die Milton Keynes vorgeschlagen hatte?
Sicher ist nur, dass die Band mit Jason Black (u.a. Hot Water Music, The Draft), Bill Nesper (u.a. Discount), Todd Rockhill (u.a. Discount, The Draft) und Jason Rockhill (Roadie von Hot Water Music und Discount) eigentlich eine Art „All-Star-Band“ war, die dennoch nie eine größere Beachtung erfahren hat und eines der wenigen Alben auf No Idea, das nur ein einziges Mal gepresst worden ist (500er Auflage in Weiß).
Unitas waren aber mit der Musik zu spät für ihre Zeit (für non-punks) oder zu früh für ihre Zeit (für country-punks). Sie spielen Southern Rock mit Punk- und Country-Kante. Auf ihrer ersten Show soll die Band folgendes gesagt haben: „We can‘t decide, if we want to be AC/DC or Uncle Tupelo.“ Und genau so klingen sie. Das elf Songs umfassende Album hat dabei einen ganz großen Hit und viele sehr, sehr gute Songs, die wie punkiger Uncle Tupelo klingen.
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