The Jerks in Backdoor Blues Cafe in Quezon City (Philippinen) (4.11.2011)
Die Jerks gehören zu den ältesten Bands in den Philippinen. Gestartet sind Chickoy und seine Kollegen Ende der 1970er Jahre. Sie haben früh viele Einflüsse in sich aufgenommen, Punk, Blues, Pop, NewWave und spielen noch heute regelmäßig in MetroManila, vor allem im 70s Bistro (Anonas Road, Quezon City) oder wie an diesem Freitag im Backdoor Blues Cafe (Kalayaan Street, Quezon City).
Eigentlich hatte ich das Konzert nur besucht, um mich mit zwei alten Freunden, Mina und JL zu treffen, die beide zugegen waren. Als ich kam spielten schon die Jerks. Hin und wieder covern sie alte The Clash und andere Punkklassiker, doch in diesem Umfeld einer Blues Bar gab es dann doch sehr blueslastige Musik, wie zu erwarten war. Edwin Aguilar am Bass (ein großer Skinhead, der sich eher mit Ska-Moves zu der Musik bewegte) und Schlagzeuger Paulo Manuel unterstützten Chickoy Pura.
Das erste Set dehnte sich dann auch gleich eine Stunde hin, Biere wurden gereicht und versucht auch über den Soundteppich hinweg zu kommunizieren. Um ehrlich zu sein, dass ging nur bedingt. Im zweiten Teil des Sets wurden dann auch viele Hits aus der Pop und Rock-Geschichte angespielt, so unter anderem Steely Dan’s „Rikki don‘t loose her number“, was in Zeiten von Mobiltelephonen und Vernetzung via SMS ja schon fast wie eine Ironie der Geschichte klingt, da zumindest in den Philippinen die meisten Menschen über große Netzwerke (facebook) verfügen und so jede Telephonnummer in kürzester Zeit heraus bekommen könnten. Aber naja, Rikki lebte ja auch in den 1970ern.
Ansonsten ein netter Abend ohne Highlights mit einer okayen Band, die aber wohl ihre bessere Zeit auch schon hinter sich hat und mir ein wenig Leid tat, dass sie nun vor wenig Leuten lange Unterhaltungsmusik spielen muss.
Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
AJZ, Neubrandenburg (19.10.2011)
Mein letzter Tag mit den anderen dreien. Fast könnte ich heulen! Stattdessen tuckern wir quer durch Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe Angst, dass wir von der Scheibe fallen, einen Nandu totfahren oder vielleicht in China rauskommen. Nichts dergleichen passier. Der Körper dehydriert fast, kurz vor Neubrandenburg dann endlich Bierpause. So viel Aufregung. Landschaftlich schön, auch wenn kein Meer mehr zu sehen ist. Dafür unterhalten wir uns über „Immer nie am Meer“ und „Breaking Bad“, auch gut!
Alex fährt weiter. Das erste Mal, dass Jenny uns nicht führt. Ich habe Angst, Schockzustände. Doch Alex gute Fahrt sorgt dafür, dass ich am morgigen Tag auch dem Lokführer trauen kann! Auch andere Leute können mich also sicher durch das Bundesland führen oder fahren. Gut!
Wir kommen an am AJZ. Geiler Laden! Direkt an einem schönen See, idyllisch, romantisch, bezaubernd, you name it! Das AJZ selbst ist ein altes Restaurant. Mit dem See dabei muss man es wohl sogar „Ausflugslokal“ titulieren. Schönes Wort, Ausflugslokal. Das klingt nach Familienidylle (Vater-Vater-Kind, oder Muter-Mutter-Kind, oder Vater-Mutter-Kind). Alles schön düster, Crust aus den Boxen. Am Kicker werden Bob und ich allerdings – wie mittlerweile schon gewohnt – gedemütigt. Wir freuen uns über Ehrentreffer, um nicht unter dem Tisch durchkriechen müssen. Fast sensationell führen wir kurzzeitig während der Revanche gegen die jungen Knaben, doch des Glückes Schmied hat heute woanders seine Eisen im Feuer. Es ward uns heuer nicht holt, wie man so schön sagt. Oder auch nicht!
Meine persönliche Rache kommt später, als ich mit J. spiele, und die einfach die Jungs von der Platz putzt. Meine Rolle: Stangen des Mittelfelds und des Sturms hochhalten. So macht Gewinnen Spaß. Leichter Job!
Leichter Job auch auf der Bühne. Ich beginne wieder, diesmal mit einem Text über Dischord Records, der fürs Trust-Special gedacht war. Eigentlich ein guter Text, wie mir auf der Bühne auffällt. Erneut lauschen ca. 20 Leute, obwohl ich nirgends ein Plakat gesehen habe. Alex und Lustiger Bob sind auch in guter Form. Richtig Bock macht dann die zweite Runde. „Nur die Liebe zählt“ samt Fortsetzung. Endlich mal die Seele aus dem Leib schreien. So mag ich das. Habe das Gefühl, die Meute gut unterhalten zu haben, job well done, back to the bar.
„Der schönste Platz ist immer an der Theke“, um mal Rio Reiser zu zitieren. Gar nicht mal so dumm, der Knabe. An dortigem Brett dann erneut bis in die Nacht gequatscht, Bier getrunken und Musik gehört. Neubrandenburg hat tatsächlich eine Fachhochschule, wo Ökologie relativ weit oben auf dem Lehrplan steht. Wohl gut, wenn es auch besser sein könnte. Später dann: wir wieder allein im Laden! Da Jenny, Alex, Bob und ich fast gleichzeitig die Jukebox bespaßten kommt ein kruder Mix aus allem möglichen. WIZO, Muff Potter, Masshysteri. Vor allem über WIZO schäme ich mich im Nachinein. Zusammrottung und Dödelhaie befinden sich zum Glück nicht auf dem Computer. Dennoch, wie stoßen viel an, lassen die Tage Revue passieren. Schön war’s. Schön ist’s!
Da um 11:00 mein Zug fährt, ab ins Bett um 6:00. Als ich morgens um halb zehn durch die Gänge schleiche, sind die ersten Veranstalter/innen schon im Laden. Tageslicht bricht durch einige Bohlen ins Innere. Irgendwie fühle ich mich wie im Titty Twister nach Sonnenaufgang, als hätte ich die ganze Nacht Vampire und nicht nur Lübzer gejagt. Ich bin einfach nur platt, Restalkohol, fünf Tage Lesen, ich zwänge mir ein Brötchen rein, Zähne putzen eine Qual und lasse mich dann von der wesentlich fitteren Jenny in Richtung Bahnhof geleiten.
Dort sitze ich in der Bimmelbahn, dann im ICE und bereite noch meinen abendlichen Vortrag über jüdische Immigration aus Nazideutschland in die Philippinen vor. „Waren aber doch noch einige Schreibfehler in deiner Präsentation“, merkt eine Kollegin später an. Egal, für die handvoll Leute, die sich politische Bildungsarbeit anhören, hat’s gereicht. Zum Glück läuft es bei Alex und Bob und Jenny in Greifswald besser. Aber das ist eine andere Geschichte und ich bereue, dass es in dem Moment nicht die meine ist.
An dieser Stelle – wie auch an den Abenden erwähnt – gebührt allen Dank, die uns unterstützt haben (v.a. Ron von Sequential Arts), die uns umsorgt haben, mit uns diskutiert und gesoffen haben und einfach da waren und geklatscht haben. Einziger Wehrmutstropfen: Meine vielen Vorurteile gegen Deutsch-Nord-Ost werde ich nie wieder pflegen können.
Hoffe auf Wiedersehen, in diesem Sinne: Cheerio!
Teil 1 in Gadebusch hier
Teil 2 in Rostock hier
Teil 3 in Wismar hier
Teil 4 in Neubrandenburg hier
Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
Komplex, Schwerin (18.10.2011)
1,6 Millionen Menschen leben in Mecklenburg-Vorpommern, Tendenz sinkend. Wie in den Städten Essen, Dortmund und Duisburg, ebenfalls 1,6 Millionen Menschen, Tendenz sinkend. Nur, dass die Bimmelbahn von Dortmund nach Duisburg eine halbe Stunde braucht, von Neubrandenburg bis Wismar wahrscheinlich Stunden. Aber egal, denn wie auch im Pott scheinen sich alle Aktiven zu kennen. Hin und wieder schieben sie sich gegenseitig schon Attribute geben wie „politischer“, „hippiemäßiger“, „punkiger“ etc. zu, aber es wirkt nie unfreundlich. Man kennt sich halt. Egal, Schwerin – so sagte man uns – habe außerdem Komplex nicht viel zu bieten. Dennoch machen wir die Touri-Tour mit Schloss und Innenstadt. Schließlich ist im Schloss der Landtag und dieser wird von einem waschechten Westfalen (aus Bochum) angeführt. Nandus, Westfalen, was kommt als nächstes?
Dieser Schlossfürst auf jeden Fall ließ sich leider nicht blicken, dafür machten wir erhabene Photos und freuten uns über kaltes, aber klares Wetter. „Steife Briese“, wie man woanders sagt.
Dafür verfahren wir uns ständig in der Innenstadt. Erste „Bekannte“ lachen uns zu und winken uns. Großartig! Wir entdecken ein Plakat neben Wiglaf Droste, unglaublich. Einer der besten Buchtitel aller Zeiten: „Wir hacken uns die Beine ab und sehen aus wie Gregor Gysi“. Buch ist allerdings nicht so gut wie der Titel. Kann es aber auch gar nicht sein!
Im Komplex bekommen wir großartige Tapas und Bier, dann lesen wir. Das Publikum ist hier leider wieder etwas verhaltener, ruhiger. „Politischer“? Ich habe das Gefühl, dass meine Texte irgendwie gar nicht zünden, was aber eigentlich auch egal ist. Beim lustigen Bob scheint es irgendwie ähnlich zu sein, Alex bekommt noch das Beste Feedback. Zumindest subjektiv aus meiner Warte. Dabei haben wir sogar bei der Raumgestaltung (Seminar-Raum für politische Bildungsarbeit) erstmals mit einer PowerPoint aufgepeppt. Photos aus MeckPom sind zu sehen, die wir als Hintergrundkulisse noch schnell zusammenbasteln.
Nach der Lesung ist vor der Feierei. Es geht erneut in eine Punkerkneipe (SN-Punx), wir kickern uns um Kopf und Kragen und versacken nach deren Schließung im Schlafraum mit einigen Leuten aus Gadebusch, Rostock und von sonstwo. Es werden gute Geschichten ausgetauscht (Flasche aus Auto geworfen um Ortsschild zu treffen, stattdessen Leitplanke, Flasche zurück, Windschutzscheibe im Arsch. Wie bringe ich das der Versicherung bei?) und beinahe wird uns der Bob geklaut (File under: Udo Jürgens-Phänomen zur „16 Jahr, blondes Haar“-Phase).
Das allabendliche Steigerungsspiel der Abarten lautet bisher wie folgt: Sexist, Frauenschläger, Kinderschänder. Unschön!
Teil 1 in Gadebusch hier
Teil 2 in Rostock hier
Teil 3 in Wismar hier
Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
TiKo, Wismar (17.10.2011)
Spätnachmittags geht es weiter nach Wismar. Ein Ort, der mir außer von Werften her gar nichts sagt. Also gespannt und schon bei der Ortsdurchfahrt (File under: Kuh’s Best!) Begeisterung, wir hängen in der Stadt! Also, jetzt nicht persönlich, nachdem wir über den Marktplatz geschleift worden sind, sondern unsere Poster. So fühlen sich also Günther Grass und Wiglaf Droste (File under: Haha!). Oder auch nicht!
Auf der Suche nach einer Sparkasse entdecken wir auch den schönen Marktplatz. Unschön: es gibt Konkurrenzprogramm, „Pokern bei Mutti, ab 20:00″ hören wir, wird über den Marktplatz gerufen, bevor das tiefer-breiter-härter Auto verschwindet.
Der Abend wird dann auch sehr nett. Zum einen kommt eine meiner ehemaligen Mitbewohnerinnen mit Freunden (Grüße!). Leider bin ich etwas platt und Gespräche mit mir etwas zähflüssiger, als sonst, dennoch freue ich mich sehr! Das TiKo selbst ist eine Groß-WG mit vielen unterschiedlichen Mitbewohner/innen und einem Kulturprogramm inklusive Konzerte, Kino, Parties und in diesem Fall: Lesung!
Gestärkt mit Wurstnudeln (Spaghetti vorm Kochen durch Wurstscheiben stechen und alles kochen – Vegan Nightmare) geht’s los und erneut ein aufmerksames Publikum und der Start in einen guten Abend. Hätte persönlich nicht damit gerechnet, dass an einem Montagabend in Wismar sich 20 Leute versammeln, um uns drei Honks beim laut Vorlesen zu hören.
Wie degeneriert und abhängig wir allerdings mittlerweile von Jenny geworden sind, beweisen zwei Anekdoten. Zum einen verlassen wir uns schon fast blind auf Jenny, dass sie Autoschlüssel, Zimmerschlüssel und alles andere aufbewahrt. So fällt mir zum Beispiel fünf Minuten nach Verlassen der Wohnung in Rostock auf, dass wir vielleicht einen Schlüssel hätten mitnehmen sollen. Jenny hatte aber längst dran gedacht!
Noch härter: Alex kann auf der Bühne einen seiner Texte nicht finden, erzählt lang und breit von „Ersatzausdrucken“, hat aber genau jenen zu lesen wollenden Text ebenfalls vergessen. Jenny schafft es dann mit einem kurzen Blick den gesuchten Text aus einem Stapel zu ziehen und der Abend kann – nachdem wir uns die Tränen aus den Augen gewischt haben vor Lachen und Rührung – weitergehen. Ich befürchte allerdings, dass, wenn unsere Degeneration so schnell weiter von Statten geht, wir Ende der Woche nicht mehr alleine Atmen, Essen, Trinken und Scheißen können. Zum Glück kommt es anders.
Nachdem ich zwischen 19:00 und 2:00 Uhr eigentlich die ganze Zeit platt und müde bin, drehe ich passend danach auf und bis 6:00 gehört die Bar am Abend uns. DJ Lustiger Bob sowie der Rest im Auditorium freut sich. Wir diskutieren noch über Muff Potter und ob es Scheiße war, dass sie bei der Industrie gelandet sind. Dann kuschelt sich der Lustige Bob in seine Schwanenbettdecke und der Rest entschlummert ebenfalls friedlich.
Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
Café Median, Rostock (16.10.2011)
Mit verspäteter Chronistenpflicht der zweite Teil der Lesereise aus der Hansestadt Rostock.
Die ersten Augen machten schlapp und eine Notapotheke wurde schon am zweiten Tag aufgesucht. Das Leben auf der Überholspur kennt nun leider keine Stauschau!
Währenddessen ließen Bob und ich noch einmal die Geschichten vom vorherigen Abend aus Gadebusch Revue passieren. Hatten die Leute da wirklich erzählt, hier würden Nandus frei rumlaufen? Und hatten sie nicht von Reh- und Wildschweinabenteuern erzählt. Unsere Phantasie machte große Sprünge, wir träumten von Bären und Wölfen, doch zumindest Nandus würden wir wirklich sehen wollen.
Der Nandu ist dabei sowas wie der freiheitsliebende Punker unter den Vögeln. Eigentlich aus Südamerika eingeflogen (vom Menschen, nicht mit eigenen Schwingen), um in einem Gehege ihr Dasein zu fristen, sind 3 Pärchen im Jahr 2000 ausgebüchst und direkt in die schwach besiedelten Gebiete im Nordosten geflüchtet. Dort haben sie zum Beispiel im letzten Jahr nem Bauern seine Ernte weggefuttert (siehe Artikel hier), sodass der NDR sogar schon von „Problem-Nandus“ spricht. Wer braucht da noch Bären, wenn einem die bis zu 1,70m großen Viecher begegnen?
Doch so sehr wir uns auch die Augen aus dem Kopf stierten, auf dem Weg nach Rostock sahen wir außer die obligatorischen Kühe, Schafe und Pferde keine Wildtiere. Doch unsere Safari-Fahrerin Jenny hatte ein anderes Highlight auf dem Plan.
Der lustige Bob und ich, immer noch vom Vorabend peinlich bedrückt „Kopfschuss“ summend, schrien vor Begeisterung, als es auf einmal in Richtung „Bad Kleinen“ ging. Der Ort der Handlung des WIZO-Songs, also ein Teil der eigenen – zugegeben: schwer peinlichen – Jugend in den Tiefen des Rheinlands bzw. Ostwestfalens. An dem jedoch völlig unspektakulären Bahnhof gab es dann weder eine Gedenkmedaille für den „Pazifisten“ Wolfgang Grams, noch für den „heldenhaften Einsatz“ der GSG9, gegen die man hätte protestieren können. Auch der GSG9-Beamte Michael Newrzella, der damals wahrscheinlich aus der Waffe eines Kollegen starb (wer im Auto meinte noch mal, dass nur Wolfgang Grams gestorben sei?) findet keine Erwähnung. Schade, so wird Bad Kleinen sicherlich nie zu einem illustren Wallfahrtsort für bekloppte RAF-Anhänger und militante Junge Unionler, die nicht zur Polizei geschweige denn GSG9 durften.
Wer übrigens eine Minute Zeit hat, sollte sich das großartige „Was in Bad Kleinen wirklich geschah“ von Wiglaf Droste geben – auf Youtube zum Beispiel HIER zu finden.
Also nur einige total bekloppte Photos (file under: Was wird uns einen, wenn nicht Bad Kleinen) geschossen und weiter nach Rostock.
Das Median ist ein sehr nettes, kleines Café in dem alternativen Viertel von Rostock, unweit der schönen Punkerkneipe Molotow. Wir kommen an, bekommen Getränke und werden fürstlich bekocht. Zwei Gänge, unsere Mägen platzen fast! Allein der Kuchen – göttlich! Zudem lernen wir Ron von Sequential Arts kennen, dem wir unser Vorortsein verdanken! Merci an dieser Stelle!
Von der Atmosphäre im Publikum wird es auch der beste Abend. Knapp 25 Leute lachen an den richtigen Stellen, haben viel Spaß und Alex, Bob und ich sind ebenfalls in Bestform. Am Ende gibt es sogar eine Runde Zugabe mit allen. Sehr schön!
Dann ziehen wir weiter in besagtes Molotow und führen interessantge Gespräche über Fanzines, Hansa Rostock, Lichtenhagen und Neonazismus allgemein, über die alternative Szene in Rostock und so weiter. Mein Bildungshorizont wird also nicht nur über das Tierleben rund um Gadebusch, sondern auch um Fußball, linke Politik und Fanzines in der Region erweitert. Geht es besser?
Ein wirklich rundum gelungener Abend, der mit einem Fischessen am nächsten Tag am Rostocker Hafen auch noch gekrönt wird. Nach meinen G8-Erfahrungen ein wirklich schönes Kontrastprogramm!
Mecklenburg-Vorpommern Lesetour mit Alex Gräbeldinger und der Lustige Bob (15. bis 20. Oktober 2011)
Kultur und Toleranz e.V. (KuT), Gadebusch (15.10.2011)
Morgens um elf besteige ich den Zug in Essen. Es geht auf in Richtung Mecklenburg-Vorpommern mit Zwischenstation in Münster. Rot-Weiß Essen hat heute ein Heimspiel, einige unsympathische Kanten stehen am Bahnhof herum. Es sollen tatsächlich die letzten Faschos in freier Wildbahn sein, die ich in den nächsten Tagen sehen werde. Schön!
Etwas nervös bin ich schon. Ich kenne weder Alex noch seine Ehefrau Jenny persönlich, den Lustigen Bob habe ich vorher auch erst zweimal getroffen. Dennoch, als ich gefragt worden bin (Danke an Jan Off für die Empfehlung), die beiden zu begleiten, musste ich nicht lange zögern um „Ja!“ zu sagen. Schon via Email hatten wir einen guten Austausch und die erste Begegnung erfolgt dann an der Münsteraner Bahnhofstankstelle. Ein guter Treffpunkt! Ein Ort meiner Studienzeit in Münster, die Rettung bei allabendlichem Bierdurst!
Ein Wasser, ein Snickers und einige Zigaretten später sind wir auf dem Weg nach Gadebusch. Der 6.000 Einwohner_innen zählende Ort liegt näher an Hamburg, als an Rostock und verfügt über eine mittlerweile fast 15 jährige Tradition für Konzerte und andere alternative Veranstaltungen. Das KuT (Kultur und Toleranz e.V.) gibt es seit einigen Jahren (hier ihre Homepage) und ich habe immer sehr viel Respekt vor Aktiven, die in der Provinz Orte aufrecht erhalten für alternative Kultur, Konzerte, Partys, Lesungen und anderen Veranstaltungen. Als ich im Vorfeld die KuT-Website besucht hatte, war mir gleich ein Zusammrottung Flyer aufgefallen. Großartig! Deutschpunk meiner Jugend! Diese Band sollte uns in den nächsten Tagen verfolgen, immer wieder kamen Gespräche, Poster, Flyer etc. auf die Ost-Berliner Punkband. Merkwürdig! Nach fünf Stunden Fahrt sind wir einigermaßen gespannt auf den kleinen Ort und natürlich fahren wir erstmal dran vorbei. Eine Ortserkundung später dann aber doch da.

Einige Jungpunks begrüßen uns schon, zeigen uns stolz die ehemaligen Garagen, die heute das KuT beherbergen! Sehr schön! Am Tresen bekommen wir direkt Kaltschalen gereicht und auch die Bühne und alles sieht sehr gut aus. „Wir dachten ja, Lesung, da würden jetzt zwei alte Männer mit grauen Haaren kommen“, erklärt uns später jemand. Mit diesen Erwartungen werden wir brechen.
Insgesamt hören knapp 25 Personen uns sehr ruhig zu, unsere Geschichten kommen ganz gut an und am Ende verkauft Alex einen großen Schwung seiner Bücher. Der Lustige Bob liest eine Triologie, in der er seinen Wut auf Menschen kreativ kanalisiert, Alex hingegen hauptsächlich wahre Begebenheiten aus seiner Genese zum Punk. Seine Kolumnen fürs Ox sind unter anderem im Kopfnuss Verlag erschienen (s. Besprechung von „Ein bekotztes Feinrippunterhemd …“), den der Lustige Bob dereinst mitbegründet hat. Kleine Welt, kleiner Kreis. Ich lese „zweite Heimat“, „Abgekaut in der Innenstadt“ und „Feuchtgebiete Trockenlegen“ und habe das Gefühl, wie die anderen beiden das Publikum kurzweilig zu unterhalten.
Im Anschluss dann an den Tresen und wir unterhalten uns noch sehr lange mit den Kids. Nachdem wir die Pennplätze bekommen haben (Danke!), entscheiden Bob und ich, noch mal zurück zum Laden zu gehen. Bierdurst! 2:00 Uhr am Samstag ist noch keine Ins-Bett-Geh-Zeit. Wir versacken am Tresen, besetzen irgendwann den Computer und lauschen vielen Deutschpunkklassikern. Zusammrottung und WIZO („Kopfschuss“) sind mir noch in den Ohren. Dann geht’s ins Bett und wir schnarchen die anderen beiden wach. Großartiger Tourbeginn!
Danke an Jule, Baum und Ali an dieser Stelle.
Morgen geht’s dann über Bad Kleinen nach Rostock!
Website KuT: http://www.kut-gadebusch.de.vu/


Chuck Ragan (with Jon Gaunt and Joe Ginsberg), Brian Fallon (with Ian Perkins), Dan Adriano, Dave Hause im Skaterspalace in Münster (13.10.2011)
Münster ist schon eine merkwürdige und ehrlich gesagt häufig dämliche Stadt! 25 Euro soll die Revival Tour 2011 kosten, eine Frechheit! Und dennoch stapeln sich die Menschen! Nicht mal ein Maulen war zu vernehmen. Papa und Mama zahlen ja auch gerne fürs Studium! Auch wenn sich der Preis bei über drei Stunden Musik „rentiert“, wir sind hier nicht in einer BWL-Vorlesung über Kosten/Nutzen-Prinzipien, sondern es soll sich doch immer noch um ein „alternatives Konzert“ handeln. Was immer „alternativ“ bedeutet!? Trotz des horrenden Eintrittspreises gibt es nicht einmal Bändchen oder Stempel, damit man das Gelände auf gar keinen Fall noch einmal verlassen kann. Dafür sind die Zapfer/innen viel zu wenige, sodass die Getränkevergabe eine Ewigkeit dauert. 2,50 für nen frisches Bier ist dann auch kein Dumping. Publikum allerdings auch zu dämlich, Getränke mit reinzuschmuggeln. Am Plattenstand kann man sich nicht vernünftig eindecken, da man ja die Platten ungern den ganzen Abend halten will. Das ist schon mal doof.
Dann sind handgezählt über 100 Karohemd-Träger/innen (wobei 90% männlich sind) zugegen. Fies für die Augen und könnte auch daran liegen, dass diese Hemdenträger gar keine Band-T-Shirts tragen, da sie keinen Musikgeschmack besitzen und sich genug für Bands interessieren. Oder sich in dieser „Uniformiertheit“ (was, zugegeben, Band-T-Shirts ja auch sind) „wohl fühlen“. Ich hasse Uniformen! Oder vielleicht kauft Mami halt nur bei H&M, ich weiß es nicht. Ist aber auch egal!
Dass die ganze Halle dann recht voll ist, trotz all diesem Dreck, man kann es eigentlich nicht verstehen. Dass viele nach dem Chuck Ragan Teil des Abends sich schon verpissen, finde ich gut. Aber von vorne:

Zu Beginn – pünktlich um kurz nach acht – kommen alle Artisten auf die Bühne. Kinderstunde, aber die Halle ist schon voll. Morgen früh muss ja noch gebüffelt werden. Mir fällt gleich die gesponsorte Tour von „Lee“ auf, schöne Scheiße! Dass Lee in Sri Lanka zum Beispiel Arbeiter/innen ihr Recht auf gewerkschaftliche Organisierung abspricht, ist schon fragwürdig. Sicherlich sind die Arbeitsbedingungen auch nicht die besten (spannend: Clean Cloth Initiative). Aber für ein „alternatives“, H&M-tragendes Publikum sicherlich kein Aufreger. Also auch egal, die Musik ist ja das, worauf wir uns hier gerne reduzieren, Sweatshops hin und Rechteverletzung her. Und die Musik ist – trotz allem – großartig! Vor allem wenn alle Gäste zusammen auf der Bühne sind, ist es druckvoll und geil! Bei den Einzelinterpreten gibt es bessere (Chuck Ragan und Brian Fallon) und schlechtere (Dave Hause und Dan Adriano). „Great expectations“ ist ein Song des ersten Sets, welches alle zum besten geben. Großartig! Nach dem ersten Set, bei dem vor allem Brian Fallon frenetisch willkommen wird, kommt es dann zum Solo-Programm.
Dave Hause von den Loved Ones beginnt und einige im Publikum scheinen seine Band zu kennen und zu mögen, mir sind die immer am Allerwertesten vorbei gegangen. Und so auch Dave Hause. Diese Posen, die Songs, alles irgendwie nicht stimmig. Zuviel Rockstarbühne, zuviel Versuch von „großem Kino“. Nichtsdestotrotz, die Leute mögen es und feiern ihn und sich.
Im Anschluss dann Chuck Ragan, der wie immer großartig ist. Das Schöne ist, dass immer wieder andere Leute aus der Entourage die einzelnen Interpreten unterstützen. So entstehen am Ende drei oder dreineinhalb Stunden ununterbrochene Musik. Chuck Ragan im Anschluss vor allem mit Hits wie „Valentine“, „The Boat“ und vielen anderen großartigen Songs.
Dan Adriano spielt dann die Halle etwas leerer. Schon Alkaline Trio ist nicht mein Ding, akustisch wird es nicht besser. „Radio“ hätte ich gerne gehört, ansonsten aber nichts. (mehr…)
wird es gleich noch mal beworben!
Meckenburg-Vorpommern, Punk, Kopfnuss-Verlag, der Gräbeldinger, der Lustige Bob und Mika Reckinnen. Leute mit Ox-Fanzine, Trust-Fanzine, Pankerknacker-Fanzine, Strafraumpogo-Fanzine etc. Background. Der Bodensatz des Loosertums. Die charmanten Verlierer oder die non-charlanten Nicht-Gewinnen-Woller?!? Wer diese jämmerlichen und dennoch illustren Gestalten gerne live sehen und … jetzt kommt es … auch HÖREN (jaja, tatsächlich, echt wahr, kein Fake), der möge sich doch am besten eine Tour-Dauer-Karte bestellen oder aber am 15.10. zum Auftakt nach Gadebusch kommen! Gadebusch, eine schöne Stadt. Wikipedia weiß: „Gadebusch is a town in Mecklenburg-Western Pomerania, in the district Nordwestmecklenburg, half-way between Lübeck and Schwerin.“
Und, dass ihr zahlreich erscheint, dass wissen wir doch alle! Denn, seien wir ehrlich, wer von Euch Blog-lesenden Nerds hat schon was Besseres zu tun? Wusste ich doch! Also, Zelte geschnürrt, Wanderstiefel eingepackt, Ohren gewaschen und auf – entgegengesetzt der Bevölkerungswanderung, also, gegen den Strom, den Punks schwimmen immer gegen den Strom – nach Deutschland-Nordost!
Gerne auch Menschen mit Bahncard 100.
15.10.11 Gadebusch, KUT (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
16.10.11 Rostock, Café Median (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
17.10.11 Wismar, TIKO (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
18.10.11 Schwerin, Komplex (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
19.10.11 Neubrandenburg, AJZ (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
20.10.11 Greifswald, IKUWO (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
Samiam + Off With Their Heads im FZW in Dortmund (06.10.2011)
Schon im Vorfeld schwante mir Böses. Meine Laune war seit Tagen im Keller. Herbst, er kam. Klar, bei schlechter Laune kann man sich immer noch Off With Their Heads Texte durchlesen und freuen, wie gut es einem geht. Var von No Idea schrieb einmal in einem Hinweis auf die „From the Bottom“ LP:
„In a world where everything is falling apart, it’s nice to know someone is worse off than yourself. Ha ha, okay, so I kid. But this guy Ryan must be driving himself crazy, what with all the dire hopelessness and impossibility wrapped up in his lyrics.“
Und genau so fühlte ich mich auch. Also doch durch den Regen und Hagel in Richtung Dortmund ins semi-beschissene FZW. Um viel zu früh dann angekommen, weil man in dem bekloppten Laden nie weiß, wann es wirklich losgeht und wann es zu Ende ist. An der Abendkasse dann der Schock, 20 Euro. Zwei Bands! Samiam waren schon immer teuer (vor fünf Jahren in Münster sollten sie schon unverschämte 15 Euro kosten), doch das schlug dem Fass fast den Boden heraus. Bei dem schwachen Dollar waren 20 Euro ein Vermögen in den USA. Damit konnte man schon leerstehende Häuserzeilen, wenn nicht ganze Viertel, aufkaufen. Kurze Raucherinnenpause, Team-Überlegungen. Zahlen wir das oder nicht? Ich bin „60-40 dafür, aber eigentlich ist es mir auch Scheißegal.“ Kurzer Rundumblick, in Dortmund haben die mit Gesichtskirmes freien Ausgang. „50-50″.
Dann doch ja und rein. Warten auf Off With Their Heads! Bier und Bionade wird in Plastikbecher abgefüllt, das freut einen schon. Es wird immer besser. Immerhin, es kommen nicht viele Leute, wenigstens kein Gedrängel und guter Blick auf die Bühne. Dennoch: warum können Konzerte vor 150 Leuten, wie an diesem Tage, nicht in anständigen Kneipen stattfinden, oder Jugendzentren? Das FZW ist einfach kein schöner Ort, auch wenn der kleine Saal noch der schönste Raum dieser sozialdemokratischen Musikverständnis-Bude ist. Aaargh, unterstützt das UZDO, selten war mir das bewusster!
Es dauerte Ewigkeiten und die ersten Spackos gingen mir schon auf den Sack. Vor meiner Nase rauchen, scheiß Witze machen, ach alles! Sich an einem Donnerstag wie die letzten Hinterwäldler zu benehmen, ist mir suspekt. Nicht fremd, denn dass ich mich mit 15 nicht unähnlich benommen habe, will und kann ich nicht bestreiten, aber irgendwann muss man doch lernen, wie man sich mit Stil betrinken kann und seine eigene Würde bewahrt. Daher Tipp an die Corsa-Fraktion: zu Hause im Keller üben, Danke!
Off With Their Heads begannen und ich liebe die Band wirklich. Die „From The Bottom“ LP, Songs wie „Janie“ oder das „Hospitals“-Minialbum. Alles super, viele gute Singles und abfallend ist eigentlich nur die letzte Platte auf Epitaph, aber egal. Vor Jahren sah ich sie mal in Berlin und es war super. Heute war es okay. Die Bühne zu hoch, das Publikum zu weit weg von der Band und einfach ein Laden, der keine Stimmung aufbaut. Die Lichteffekte des Blinden taten ihr Übriges! Nur der geile Basssound war wie immer großartig. Damm, damm, damm! Die Jungs aus Minneapolis bleiben dennoch einfach großartig. Viel zu schnell ging die Zeit herum und viel zu kurz war das Set. Nach einer guten halben Stunde räumten sie die Bühne wieder, wobei vor allem die letzten Songs allesamt großartig waren. „Until the day“ oder „keep falling down“ hätte ich mir noch gewünscht, vor allem Letzterer mit der immer wiederkehrenden Zeile: „I keep falling down, ’cause I never listen, I never listen. I keep falling down, ’cause I never listen, I never listen. I keep (…)“!

Im Anschluss dann Samiam. Sicherlich eine der Maßeinheiten für melodischen Hardcore. Seit 1988 sind sie aktiv und Ende der 1990er hatten sie mit „You‘re freaking me out“ und „Astray“ eine Unmenge an Hits produziert. Dazu noch Songs wie „Capsized“ (vom Album „Clumsy“) oder „Sky flying by“ (vom Album „Soar“), großartig. Vielleicht einer der wenigen positiven Bezüge zum Thema „Emo-Hardcore“ / „Emocore“.
Auf der anderen Seite hat die Band mit „Whatever’s Got You Down“ und zuletzt „Trips“ zwei mäßige Alben hervorgezaubert. „Whatever’s Got You Down“ hat definitiv eines der hässlichsten Cover der Musikgeschichte, die Songs auch nur … naja. Mit „Trips“ gab’s zwar meiner Meinung einen musikalischen Wandel, aber die Songs sind mir viel zu sehr in Richtung „melodsicher Punk a la FatWreck gehend“ und weniger mit dieser Sanftheit und dennoch starken Ausdrucks, wie bei der „Astray“, wo Songs auch mal ausbrechen, fast explodieren. Live waren vor allem im ersten Teil des Sets Songs von der „Trips“, die irgendwie an mir vorbeiplätscherten. Vielleicht hätte die Band mich da noch kriegen können, doch stattdessen sprang der Funke einfach nicht über, obwohl die Band sich alle Mühe gab. Stattdessen kam meine genervte Laune wieder durch und im Publikum waren genug Leute, bei denen man sich einfach nur an den Kopf packen musste. Zum Beispiel der durchaus nette Herr, der zu schüchtern war, ein Bier von der Band anzunehmen. Unglaublich, selbst wenn ich es nicht trinken würde, annehmen und verschenken! An Freunde, an Fremde, egal! Von mir aus auch mit einem Bierlasso an das ganze Publikum verteilen. Aber nicht verlegen auf den Boden schauen. Herrje!
Dazu diese fünf Bauern, die sich aufs dämlichste benahmen. Bauernpogo, Mädchen anflirten (so primitiv, dass ich selbst von Steinzeit-Höhlenmenschen mehr erwarte. Daher rechne ich auch damit, dass gewisse Gene doch nicht verbreitet werden), Brutalopogo in zumeist Schwächere, HipHop-Hände, die im Takt wippen, über Kopf klatschen (allerdings nur von den Bauern, großartig!), Späßchen bei Fremden Kaputzen vom Pulli aufsetzen etc. Arschkrampen-Alarm im Studentenparadies. Dafür kann die Band nichts, das FZW vielleicht auch nicht. Auf der anderen Seite, es passte irgendwie zu meiner Laune und im tiefsten Inneren liebe ich es auch, mich über sowas aufzuregen (file under: wenn man sonst keine Probleme hat).
Schön immerhin, dass ich die Wette gewonnen habe, dass die fünf Bauerntrampel tatsächlich nicht aus dem Ruhrgbiet, sondern aus Unna kommen. Das gilt für mich als Bauernprovinz! Danke auf jeden Fall an das Mädel, dass die dauernden Zwischenrufe eine der besoffensten Kreaturen mit einem „Halt endlich die Schnauze“ nachhaltig zur Ruhe brachte.
Die Band hingegen war großartig, dass sei noch einmal betont. Viele Songs der Astray-LP (inklusive „Dull“, „Mud Hill“, „Sunshine“ oder „Mexico“) und vieles mehr. Leider nicht „Sky flying by“, aber egal. Am Ende dann wieder im Auto und auch irgendwie froh, dass der Abend zu Ende war.
Captain PlanET + Matula im Bastard Club in Osnabrück (30.09.2011)
„Osnabrück, hin und zurück, ein verflucht langes Stück. Ich schaff das bis zum Frühstück, wenn ich auf die Tube drück‚“ (Truck Stop); diese Zeilen donnern jedes Mal wie ein verfluchter 30-Tonner durch meinen Schädel, wenn ich mich auf den Weg in die südniedersächsische Stadt mache oder nur über sie lese. Welche wahre Worte, muss man da zu stimmen. „Ein verflucht langes Stück“. Egal, ob man nun aus dem Ruhrgebiet oder aus dem Ostwestfälischen anreist, es dauert einfach und man führt nur über Käffer. Bauernhof an Bauerhof, „Osnabrück hin und zurück“.
Der Song geht übrigens wie folgt weiter: „Schnaps und Zigaretten, ohne Lieferschein! Ich bring den Kram ins Lager und sack die Kohle ein. Heiße Fracht bis unter’s Dach, macht sehr schnell und hält sehr wach. Da brauchste keine Pillen, da fliegste durch die Nacht!“ Fernfahrerromantik-Galore, ale! Das muss man nicht gut finden, darf man aber. Amüsiert mich, vor allem, da der Rest des Songstextes hart an „Smokey and the Bandit“ (in deutsch: „Ein ausgekochtes Schlitzohr“, mit Burt Reynolds) angelehnt ist. Aber egal, dieses Mal ging es nicht um „heiße Fracht“, sondern um Captain PlanET und Matula im Bastard Club (ebenfalls ein schöner Name für eine Kneipe, in der Rock‘n'Roll, Metall und Punk zu den bevorzugten Musikstilen zählen) zu sehen.
Spätestens seit einem Interview fürs Trust (geführt im Emokeller im verschneiten Januar 2009 – erschienen #136) sind mir die Jungs von Captain PlanET wirklich ans Herz gewachsen. Das erste Album – „Wasser kommt, Wasser geht“ – gehört für mich zu meinen Lieblingsalben der letzten Jahre. Viele großartige Zeilen und energiegeladener, positiver Indiepunk.
Also die Liebste gepackt (bzw. sie mich), den Zug geentert und das Ruhrgebiet verlassen, um in Richtung niedersächsische Pampa zu kommen. Dort warten auch schon mehrere Wagenladungen mit Menschen aus dem Kreis Gütersloh. Hätte man das Konzert tatsächlich dort organisiert, die Klimabilanz des Abends wäre besser gewesen, ganz im Sinne von Erde, Feuer, Wasser, Wind und Liebe! Stattdessen erstmal Begrüßungen, Biere, Black-Flag-Zipper und Bagatellen.
Der heutige Tag war nicht nur ein „normales“ Konzert, sondern Release-Party für die Captain PanET / duesenjaeger Split 7″. Ein sehr schönes (musikalisch wie optisch) Stück Kleinod. Per Social Media Plattform wurde schon im Vorfeld das Erscheinen angekündigt und zudem, dass die ersten zehn Erwerber/innen dieser Seven Inch eine Jutetüte als Dreingabe bekommen würden. So staunten wir über die gestauten und aufgereihten Jünglinge und Mädchen, die sich schon vor den verschlossenen Kellerräumlichkeiten positioniert hatten. Währenddessen unsereins sich doch lieber in das Obergeschoss Richtung Tresen bewegte Schließlich haben wir mittlerweile soviele Jutetüten zu Hause, dass es langsam schwer wird, sie noch zu verstauen (file under: Türklinke bricht bald ab).
Dann schon bald ging die Lala los. Matula enterten als erstes die Bühne. Irgendwie stehe ich bei dieser Band mit zunehmenden Alter in immer größeren Zwiespalten. Zu Hause höre ich mir schon ganz gerne mal den einen oder anderen Song an, vor allem die Songs auf der Split LP mit Nein Nein Nein sind großartig, aber live langweilt mich das mit zunehmenden Alter. Vielleicht lag’s aber auch nur an meiner (guten) Laune. Emotionaler Indierock, der Punk-Background genießt, dessen Gesang mich aber mal mehr oder weniger begeistert. Witzigerweise geht es einigen genau andersherum, sie mögen die Band live sehr gerne, hören sich aber die Platten kaum mehr an. These-Antithese … so siehts aus.
Ganz anders im Anschluss die Jungs von Captain PlanET. Die Leute drängten sich nach vorne, Texte wurden mitgesungen, ein, zwei Leute stagedivten (file under: merkwürdiges Verhalten) und andere freuten sich einfach nur. Der Song „Nationalpark“ von weiter oben erwähnten Split-Single wurde gespielt, ebenso Songs von der Single („Unterm Pflaster der Strand“), vieles von den beiden Alben „Wasser kommt, Wasser geht“ und „Inselwissen“. Die ca. 200 Anwesenden hatten viel Spaß und alles in allem ein guter Abend, nebst Ansage: „Deutschland verrecke, ach nee, dass darf ich als Lehrer gar nicht sagen“.
Wenn die Captains in Zukunft vielleicht auch auf Grand Hotel van Cleef veröffentlichen sollten (file under: Küche der Gerüchte), dürften sie sich schnell ein größeres Publikum erspielen, da bin ich mir sicher. Abgerundet wurde alles durch das Captain PlanET und duesentorben-DJ-Team, die einen schönen Mix aus Punk (Knochenfabrik, Toxoplasma, alte Turbostaat und noch ältere Muff Potter) und Hardcore (Poison Idea) auflegten. Leider war der erste / letzte Zug pünktlich und so machten wir uns auf, „Osnabrück hin UND zurück“ abzurunden. „Ein verflucht langes Stück!“
(Truck Stop Song bei Youtube)
Nach langer Recherche der Blog-User-Zusammensetzung hat sich der Autor dieser Zeilen und des Blogs entschieden, wieder an einer Tour zu partizipieren. Da die meisten Klicks auf diese Seite (nach Nigeria, Rumänien und Weissrussland – Touren in diesen Ländern folgen as soon as possible, nur die letzten Visa-Bestimmungen müssen noch geklärt werden) aus den Gemeinden Gadebusch, Rostock, Wismar, Schwerin und Neubrandenburg kommen, die Buchbesprechung des Alex Gräbeldinger Buches die meisten Klicks der Buchreviews bekam, habe ich mich einfach in dessen Tourplan zusammen mit dem Lustigen Bob eingezeckt.
Das ganze findet im Rahmen der Buchpremiere (des Zweitwerks) des Herrn Gräbeldinger mit dem Titel „Bald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!“ statt.
See you in Nigeria next year, my friends!
15.10.11 Gadebusch, KUT (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
16.10.11 Rostock, Café Median (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
17.10.11 Wismar, TIKO (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
18.10.11 Schwerin, Komplex (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
19.10.11 Neubrandenburg, AJZ (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
20.10.11 Greifswald, IKUWO (+ Lustiger Bob + Mika Reckinnen)
Weitere Dates mit dem guten Alex Gräbeldinger:
28.09.11 Bonn, Limes (+ Jimi Berlin)
29.10.11 Trier, Hong (+ Jimi Berlin + Schreng Schreng & La La)
31.10.11 Münster, SpecOps (+ Lustiger Bob)
Abfukk + Niveaulos Gut im Djäzz in Duisburg (24.09.2011)
Vor ein paar Tagen hatte ich die „Torpedo Moskau“ Platte (Malenkaja Rabota) endlich wieder für einen vertretbaren Preis (sprich deutlich unter 25 Euro!) im Internet entdeckt. Schon ärgerlich, dass man die Platte jahrelang liegen lässt und sich immer für andere Sachen entscheidet, in dem Moment wo man sie dann doch kaufen will, sie aber nicht mehr erhältlich ist. Einigen dürften vor allem der Song „Trauertränen“ durch die Coverversion von Turbostaat („Schwan“ LP) bekannt sein, auch Songs wie „Langweilig“ oder „Inkonsequent“ gehören meiner Meinung zu den zeitlosen Klassikern von Punk aus Deutschland / Hamburg. Also auf zu Slowboy Records nach Düsseldorf, den Kollegen Herder gleich miteingepackt. Slowboy Records hat ein sehr nettes, kleines Ladenlokal in Oberbilk, viele alte Schätze, allerdings auch zu „guten“ Preisen. Eher was für Sammler, als für Leute mit schmalem Budget. So findet man bei Slowboy auch zwei Leatherface-Platten (Cherry Knowle und Fill your boots), allerdings zu deutlich teureren Preisen, als wenn man auf sein Ebay-Glück spekuliert (und diverse Fehlversuche einkalkuliert). Egal, mit ein wenig Kleinod ging es dann fußläufig auf in Richtung Kiefernstraße, die ihr 30jähriges Jubiläum feierte. Nach den Fußball-Samstagsspielen eine schöne Gelegenheit die Straße zu besuchen, alles bei bestem Sonnenschein. Auf einer großen Bühne trällerte uns von Weitem schon ein Barde entgegen, den wir allerdings gekonnt ignorierten. Die Straße war voll mit Menschen aller Klassen (oder sozialen Millieus) und im Alter von 0 bis 99. Sehr schönes, alternatives Straßenfest, das mit unzähligen Buden und Flohmarkt-Ständen sowie Kinderbelustigungen unsere Aufmerksamkeit an sich zog (Flohmarktbeute: „Pogo in der Gegengrade“ LP – geschenkt – und 4 Futurama-Comics). Mittlerweile war ich bepackt, satt (geile vegane Dürüms) und der Bierdurst wurde auch bekämpft. Hinter dem AK47 gab es einen kleinen Biergarten, wo man sich von dem Trubel der Straße erholen konnte.
Allerdings nicht allzu lang, denn in Duisburg warteten schon Abfukk und Niveaulos Gut um das Djäzz zu rocken. Mustermensch , ein selbstverwalteter Kulturverein aus dem Plastic Bomb-Umfeld veranstaltet dort, mangels eigener Lokalitäten, häufiger Konzerte und andere „Events“ (Kackwort). Während auf der Kiefernstraße noch ein grausamer Crossover (file under: Verbrechen an der Menschlichkeit, regelmäßig begangen in den späten 1980er Jahren; auf dem Land [Ostwestfalen] bis weit in die 1990er Jahre hinein) enterten wir den Zug und ab zum Djäzz. Schande über mein Haupt, aber es war mein erster Besuch in dieser durchaus netten, kleinen Kneipe in der Duisburger Innenstadt. Ich glaube, ohne das Djäzz wäre die „alternative Szene“ (und „Alternativ“ hier mal so weit gefasst, wie nur möglich. „This is Duisburg, not Berlin“) in Duisburg, aber auch im ganzen Ruhrgebiet eines wichtigen Ortes beraubt. Die Demonstrationen mit mehr als 500 Personen für den Erhalt sprechen da sicherlich Bände (Link: Der Westen – WAZ). (mehr…)
Tim Barry + Josh Small + Captain’s Diary im Cafe Nova in Essen (23.09.2011)
Darauf freute ich mich schon länger, der ehemalige Sänger von Avail sollte im Essener Norden die kleinen Bühnenbretter im Cafe Nova besteigen. Avail waren um das Jahr 2000/2001 eine meiner absoluten Lieblingsbands. Vor allem mit den beiden Alben „Over the Jams“ (mit meinem Lieblingssong „August“) und „One Wrench“ (mit vielen Hits) hat sich die Band in mein Herz gespielt. Wuchtiger und dennoch melodischer Hardcore, der meist druckvoll gespielt, und so in dieser Form einfach nur Spaß machte. Vor allem die Stimme von Sänger Tim Barry ragte aus den vielen Veröffentlichungen auf Lookout und Fat Wreck (auf diesen Label erschienen die Alben) deutlich heraus. Er war dann im Jahr 2006 auch einer der ersten (ungefähr zeitgleich mit Chuck Ragan), die mit Akustikklampfe und kehliger Stimme eine von Country & Folk beeinflusste Platte („Rivanna Junction“) veröffentlichte, die im Punk/Hardcore-Umfeld größere Beachtung fand. Ich muss zugeben, dass ich dem Stil Country-Folk durch ehemalige Punk/Hardcore-Sänger sehr offen gegenüber stehe. Sowohl Against Me! (die alten Sachen) als auch Chuck Ragan, Ghost Mice, Whiskey & Co. und Drag The River, Mike Ness sowie Yesterday’s Ring halte ich für großartige Musiker, die viele Songs zur Untermalung der jeweiligen, mir eigenen Stimmung geschrieben haben. Frankie Stubbs (Leatherface) sticht da sicherlich noch mal am deutlichsten heraus, einfach weil seine dunkle, tiefe Stimme großartig ist, doch auch Tim Barry gehört auf jeden Fall ebenso wie Chuck Ragan zu den Königen des Genres, meiner Meinung nach.
Da sich mein Geschmack, zum Glück, häufig nicht mit der Meute deckt, war ich gespannt, wie viele Menschen zu Tim Barry kommen würde. Zwischen 20 und 200 konnte ich mir alles vorstellen. Dass es am Ende knapp 100 Leute waren, war dann dennoch die erste positive Überraschung. Da im Cafe Nova Konzerte schon um elf beendet sein müssen, war um halb neun der erste Gitarren-Virtuose schon wieder von der Bühne. Doch seien wir ehrlich, dreimal Akustikpunk an einem Abend, das wäre wohl dem Guten auch zu viel gewesen. Es folgte Josh Small, der dem einen oder der anderen vielleicht bekannt sein dürfte, da er Mitglied von Tim Barry’s Begleitband ist. Er hat aber auch selbst mit „Tall“ ein Album auf Suburban Home Records (Link und Informationen) veröffentlicht. Live war das stark an Blues angelegter Folk, der wenn auch kurzweilig nett anzuhören war, auf Dauer mich langweilte. Klarer Fall von „Mixtape-Song-Länge“. Durch den Bezug zum Blues hatte er auch deutlich weniger Energie im Vergleich zum Hauptact des Abends. Das Publikum nahm es allerdings dennoch begeistert auf und gegen Ende unterstützte Tim Barry ihn mit zweiter Akustikgitarre. (mehr…)
Benzin und The Generators in der Alten Weberei in Gütersloh (02.09.2011)
Wegen einem Konzert der Generators durch die halb Nordrhein-Westfalen zu düsen, die Zeiten sind längst vorbei. Die Kalifornier, die dereinst mit „Welcome to the End“ und der Single „Dead with Sixteen“ durchaus einige formidable Tonträger veröffentlichten („Burning Ambition“ sollte auch noch genannt werden), haben mich am Ende meiner „Teenie-Zeit“ durchaus im Jugendzimmer begeistern können, doch spätestens seit Mitte des ersten Jahrzehnts mit einer „2″ vorneweg, ist die Band an mir vorbei gegangen. Ich weiß, dass Cable Street Beat sie noch einige Male nach Gütersloh eingeladen hatten, doch mindestens einmal wurde das Konzert recht kurzfristig abgesagt.
Egal, nach Gütersloh fahre ich also nicht wegen Bands, sondern um alte Freunde und die Jungs und Mädels von Cable Street Beat (CSB) zu supporten. Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig CSB für Kultur in Gütersloh ist! Wenn CSB nichts mehr machen würde, wäre das ein großer Verlust für die Stadt und den ganzen Kreis, denn ansonsten passiert an „alternativer Kultur“, die eine überregionale Bedeutung hat, fast gar nichts mehr in Gütersloh. Cable Street Beat – strictly antifascist – ist so eine Art Fels in der Brandung der Langeweile. Dakne dafür und Danke, dass ihr mich seit fast 1,5 Jahrzehnten bestens unterhaltet! Hut ab! (mehr…)
Radiobastard, Battle of Renegades, Call‘n'Response, ReMode (19. August 2011)
Wicked, Metaldaze, Tip Top Daddies, Kathrina, Sterbt!, Bullfinch, Kindercore, My‘tallica, Eddies Revenge, 100 Miles 2 go (20. August 2011)
Herzebrock-Clarholz (HC) ist ein kleiner, verschlafener Ort an der Bundesstraße 64 irgendwo an der Grenze von Ostwestfalen zum Münsterland. Und obwohl HC nicht mit vielem dienen kann (es mangelt zum Beispiel an Kneipen, die man guten Gewissens betreten kann, an Plattenläden, an Kinos, an …), hat sich doch in den letzten 15 bis 20 Jahren stetig eine kleine, aber feine Szene an Punk- und Artverwandten-Bands gehalten. Klar, viele von ihnen sind nie über den Geheimtipp als Vorband im örtlichen Jugendzentrum hinausgekommen. Mit Slik Mig I Roven (auch bekannt als: Slikmig) hat es immerhin eine gute Melodic-Core-Band in den 1990er Jahren auf Mad Butcher Records geschafft (siehe hier), mit Another Life (Horror Business Records) gab es eine gute Hardcore-Band und mit Freiburg (siehe Link zu Flight 13) existiert aktuell eine durchaus großartige, deutschsprachige Band, die sicherlich in der Liga hinter Turbostaat, Captain Planet und duesenjaeger spielt, nur mit dem Unterschied, dass die Jungs zum Teil nur halb so alt sind.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Bands aus der Umgebung, die Mitglieder aus diesem Kaff in Ostwestfalen haben. Schon am 7. August 1999 fand daher das erste Herzerockt statt, damals noch auf dem Schulhof der Realschule, die Bühne war ein alter Trecker-Anhänger und es gab nur eine handvoll Bands (ich erinnere mich tatsächlich noch genau an diesen Tag, da ich zwischenzeitlich zum Sportschau schauen nach Hause verschwand und den großartigen Volleyschuss von Bernd Deters (SV Meppen) zum 2:1 gegen Kickers Offenbach in der Nachspielzeit erlebte … wahnsinn, wahnsinn, wahnsinn). Es folgte 2000 oder 2001 die Neuauflage des Festivals (u.a. mit Red Alert) und 2009 zum 10jährigen ein Zweitages-Festival. Genauso wie 2009 entschied man sich, 2011 nur Bands auftreten zu lassen, die mindestens ein Mitglied aus dem Ort haben. Eigentlich eine schöne Idee, leider war ich nur vor zwei Jahren verhindert, also hieß es 2011 auf, Sachen packen, Bier kalt stellen und los in Richtung Herzebrocker Industriegebiet. (mehr…)


